Albrecht Schuch ist beim Publikum beliebt und wird mit Preisen ausgezeichnet. In Eine Stunde Film spricht er über die Kehrseite des Erfolgs: das Scheitern. Außerdem erzählt Regisseurin Emily Atef, wie sie bei der Produktion ihres neuen Films über einen Schicksalsschlag selbst mit einem fertig werden musste.

Vor allem die vergangenen fünf Jahre haben es für Albrecht Schuch in sich: "Bad Banks", "Systemsprenger", "Berlin Alexanderplatz", "Funeral for a Dog", "Schachnovelle", "Lieber Thomas", "Im Westen nichts Neues" und jetzt im Kino "Die stillen Trabanten" von Thomas Stuber.

Über das Scheitern

Die Rollen, die der 37-Jährige spielt und auswählt, sind hochklassig. Allein drei deutsche Filmpreise als Haupt- und Nebendarsteller in nur zwei Auszeichnungsjahren sprechen für sich. Es scheint, als würde alles, was "Midas" Schuch anfasst, automatisch zu Gold werden. Er kennt aber auch die andere Seite und erzählt, dass auch für ihn das Scheitern zum alltäglichen Geschäft gehört - wie beispielsweise der Film "Die Vermessung der Welt".

"Ich hätte damals fast keine Filmrollen mehr angenommen, weil es mich völlig desillusioniert hat, was da passiert ist und am Ende dabei herausgekommen ist. Da gab es einfach so viele Dinge, bei denen ich dachte: Wenn das so ist im Vergleich zum Theater, dann bin ich jetzt mal schnell weg."
Albrecht Schuch, Schauspieler, über Erfahrungen am Filmset von "Die Vermessung der Welt"

Zum Glück ist er nicht "weg", sondern hat weiter Filme gedreht und ist heute einer der profiliertesten Könner seines Fachs - und ein spannender, gern getroffener Gesprächsgast.

Film "Mehr denn je" - Umgang mit einer tödlichen Diagnose

Ebenso gern getroffen und gehört ist Emily Atef, der 2018 das Kunststück gelang, mit ihrem Film "3 Tage in Quiberon" gleich sieben Lolas beim deutschen Filmpreis zu gewinnen, darunter "Bester Film", "Beste Regie", "Beste Hauptdarstellerin" (Marie Bäumer als Romy Schneider) und beide Preise für die beste Nebendarstellerin und den besten Nebendarsteller.

In ihrem neuen Film "Mehr denn je" geht es um Hélène (Vicky Krieps), die mit gerade mal 33 Jahren die Diagnose einer unheilbaren und tödlich verlaufenden Lungenfibrose verarbeiten muss. Während sie selbstbestimmt und nach ihren Wünschen ihrem Ende entgegen leben möchte, versucht ihr Mann (Gaspard Ulliel), sie gegen ihren Willen zu einer unsicheren Lungen-Transplantation zu überreden.

Tragischer Unfall nach dem Film

Das besonders tragische am Film: Noch während der Postproduktion des Films, kurz vor dem Beginn einiger Nachvertonungsarbeiten, ist Gaspard Ulliel mit gerade mal 37 Jahren an den Folgen eines schweren Skiunfalls verstorben. Auch darüber haben wir mit Emily Atef gesprochen.

In diesem Beitrag enthaltene Kapitel:
  • Filmrezension Kino "Die stillen Trabanten"
  • Interview Albrecht Schuch zu "Die stillen Trabanten"
  • Serienrezension "Neuland", ZDF Mediathek
  • Filmrezension Kino "Mehr denn je"
  • Interview Emily Atef zu "Mehr denn je"
  • Filmrezension Kino "Call Jane"