Es gibt nur drei Optionen - Schere, Stein, Papier - und trotzdem können wir so viel falsch machen. Peng!-Autor Johannes hat das leidvoll erfahren: immer war er der Wasserträger, Bierholer, Holzsammler. Lange genug! Jetzt holt er sich Hilfe vom Weltmeister Christian.

"Die Frage ist eigentlich, wie oft man um die Ecke denkt"
Christian, Schnick-Schnack-Schnuck-Weltmeister

Christians Weltmeister-Strategie fängt mit der Analyse des Gegners an: Wichtig ist es, den Kontrahenten vor dem Spiel richtig einzuschätzen. Frauen, so seine Beobachtung, nehmen bei der Spieleröffnung oft zuerst die Schere, Männer zuerst den Stein. Denn dieser aggressive Anfangszug ist für sie erfolgsversprechend. Erfahrene Spieler wissen das natürlich auch. Um sie zu schlagen, muss man einmal mehr um die Ecke denken und sich fragen: "Was denkt der andere?" und "Was denkt der andere, was ich denke?" So einfach ist es also doch nicht.

"Man kann sich eine Anzahl von Zügen strategisch überlegen. Aber ab einem gewissen Punkt läuft das Spiel und dann geht es aus dem Bauch heraus."
Christian, Schnick-Schnack-Schnuck-Weltmeister

Schnick-Schnack-Schnuck-Schüler Johannes hat sich die Tipps des Meisters zu Herzen genommen und fleißig trainiert. Immerhin soll er seine neu erlernten Techniken direkt beim Weltcup in Köln testen. Anfangs sah seine Performance dort gut aus. Unter dem Kampfnamen "Meister Peng" schlug er sogar die Dritte der Weltrangliste. Bis zu seinem vorläufig härtestem Match.

Großmeister, sei wachsam

Wie ein echter Sensei hatte Trainer Christian schon vor jenem entscheidenden Spiel den Gegner beobachtet und sich Notizen gemacht. Und auch Johannes sammelte sich, ging im Kopf noch einmal alle Tipps durch, zum Beispiel: Verliert ein Spieler, wechselt er danach häufig sein Symbol.

Ob Johannes gewonnen hat, verraten wir euch im Audio. So viel aber vorab: Das nächste Mal, wenn es in der Redaktion um die Verteilung lästiger Jobs geht, lösen wir das nicht mit Schere-Stein-Papier. Zumindest, wenn Johannes dabei ist.