Seid ihr manchmal in den Miesen? Es muss nicht gleich um tausende Euro gehen. Immer wieder etwas in den Dispokredit rutschen, ist auch doof. Vor allem, wenn regelmäßig Geld reinkommt. Unsere Reporterin Monika Ahrens ist so ein Fall. Sie testet deshalb ein digitales Haushaltsbuch. Das Ergebnis? Weniger schlimm als gedacht.

Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Monika Ahrens ist ganz ehrlich mit sich selbst: "Ich kann nicht gut mit Geld umgehen", sagt sie. Hin und wieder rutscht sie ins Minus - und das, obwohl sie regelmäßige Einkünfte hat. Aber für was geht das Geld eigentlich weg? Lassen sich Ausgaben einsparen? Und welche?

Digitale Angebote für den persönlichen Haushaltscheck

Unsere Reporterin entscheidet sich, ein digitales Haushaltsbuch zu führen: Was kommt im Monat rein, was geht raus. Dafür nutzt sie den Web-Budgetplaner der Sparkasse: ein Online-Haushaltsbuch, das sich über Handy sowie über den PC bedienen lässt. Außerdem testet sie die App "Mein Haushaltsbuch". Es gibt viele Apps, die einen Haushaltscheck ermöglichen. Wichtig ist es, zu prüfen, ob und an wen die persönlichen Daten weitergegeben werden. Immerhin gebt ihr als Nutzer eure komplette Finanzübersicht preis.

Miete, Essen, Kino: alles wird eingetippt

Dann geht es los mit dem Haushaltscheck. Das heißt, Monika Ahrens gibt ein, wenn Geld auf ihrem Konto eingeht. Auf der Minusseite verbucht sie monatliche Fixkosten wie Miete, Versicherungen und Ähnliches. Dazu kommen natürlich dann noch all die anderen Ausgaben für Essen einkaufen, Essen gehen, Kinobesuch, Ticket für die U-Bahn und so weiter.

Nach einem Monat fleißigem Eintippen ist der Versuch zu Ende. Die App und der Web-Budgetplaner haben alles kontinuierlich zusammengerechnet. Sie zeigen in Balken- und Tortendiagrammen an, wie viel Geld unsere Reporterin für Miete, Essen oder Klamotten ausgegeben hat. Und die Bilanz - zumindest für diesen Monat - fällt gut aus: Dieser Monat endet mit einem Plus.

Und so eine schwarze Null - auch wenn sie klein ist - ist wichtig, so Wolfgang Pohle, Jurist und Schuldnerberater. Ein finanzieller Puffer sei sinnvoll.

"Ziel sollte es sein, dass man zumindest eine kleine schwarze Null hat. Dass man für gegebenenfalls plötzlich spontan eintretende Schulden, dann auch zahlen kann."
Wolfgang Pohle, Jurist und Schuldnerberater, Internationaler Bund

Aber immer auf diese kleine schwarze Null zu kommen, ist gar nicht so einfach. Denn es gibt so viele Dinge, die man kaufen könnte. Auch unsere Reporterin denkt zwischendurch über ein Cross-Bike nach oder eine neue Waschmaschine. Aber genau bei solchen größeren Anschaffungen ist es wichtig, die eigene finanzielle Situation zu kennen und zu akzeptieren. Man müsse einfach feststellen, dass nicht alles, was man haben möchte, auch finanzierbar sei, so Wolfgang Pohle.

"Man muss dann sagen, es geht nicht. Ich muss jetzt Schluss machen an dieser Stelle. Das mögen vielleicht die anderen haben, aber ich kann es mir nicht leisten und dann lass ich es sein."
Wolfgang Pohle, Jurist und Schuldnerberater, Internationaler Bund

Nach einem Monat mit dem digitalem Haushaltsbuch hat Monika Ahrens das Gefühl, dass sie ihre Finanzen besser kennt. Aber Wolfgang Pohle rät ihr, damit noch weiterzumachen. Sein Tipp ist, solch einen Haushaltscheck auf jeden Fall auf zwei oder drei Monate auszuweiten. Denn vielleicht ist der eine Monat, den man sich anschaut, kein Durchschnittsmonat.

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