Nigel Richards hat die französischsprachige Scrabble-WM gewonnen. Bemerkenswert, weil "bonjour" das einzige Wort ist, dass der Neuseeländer auf Französisch kann. Der deutsche Scrabble-Meister Ben Berger erklärt uns, wie das geht.

Ortsschilder, Menükarten, Straßennamen - überall wo Ben Berger hinschaut, sieht er Worte, aus denen er neue bilden möchte. Manche seiner Freunde nervt das schon. Aber das jahrelange Üben hat sich ausgezahlt: 2014 ist Ben deutscher Scrabble-Meister 2014 geworden. Mit sieben beliebigen Buchstaben kann Ben etliche Worte bilden. Mit speziellen Wortlernprogrammen und Wortlisten bereitet sich auf Turniere vor.

Computer mit Bart

Der Neuseeländer hält sich nicht mit irgendwelchen Listen auf, er lernt einfach ganze Wörterbücher auswendig, zuletzt das französische. Das verhalf ihm dann auch zum Sieg bei der französischsprachigen Scrabble-WM. Ein fotografisches Gedächtnis ist in solch einem Fall hilfreich, sagt Ben Berger, der Nigel Richards auch schon einmal kennengelernt hat. Liebevoll wird der rauschbärtige Neuseeländer als Computer mit Bart bezeichnet. Die Isländer haben Nigel Richards nun zur WM in ihrem Land eingeladen, damit der Wortakrobat, der als bester Spieler aller Zeit gilt, sein wahres Talent beweisen kann. Die Isländer verfügen nämlich über einen Wortschatz von rund 2,3 MIllionen Worten, die Franzosen nur über rund 370.000.

Moderator Dennis Horn wirkt leicht überfordert und freut sich über Nachhilfe von Ben Berger, dem Scrabble-Meister 2014.

Worte wie "teufen" kennen Scrabble-Anfänger nicht

Das Wort "abteufen" kommt aus dem Bergbau und bedeutet die Herstellung eines Schachtes und das "Ud" ist ein Musikinstrument. Ben Berger ist beim Scrabbeln oft klar im Vorteil, weil er diese Worte kennt. Die Turnier-Regeln besagen, dass man alle Worte aus dem Duden verwenden darf, inklusive verschiedener Beugungsformen. Da kommen dann auch schon mal Worte wie "anstier" raus, abgeleitet von anstieren.