Ewiges Training, lange Lernphase und dann hapert es im entscheidenden Moment – Blockaden können ziemlich frustrierend sein. Es ist nicht einfach, sie loszuwerden. Dabei können wir uns aber ein wenig selbst unterstützen.

Auch Profis sind vor Blockaden nicht sicher: Golflegende Tiger Woods ist jüngst beim Masters Turnier wie ein Anfänger gescheitert – an Loch zwölf hat er den Ball allein dreimal ins Wasser geschlagen. Noch im Jahr zuvor holte er sich sensationell den Sieg. Seine Erklärung: Der Wind war schuld.

"Grundsätzlich ist es wichtig, sich über die Blockade bewusst zu werden."
Kathrin Seufert, Sportpsychologin

Ist eine Blockade erst einmal da, ist das Wichtigste anzuerkennen, dass es sich um eine Blockade und nicht um die Wahrheit handelt, meint Sportpsychologin Kathrin Seufert. Denn je größer die Schleife aus Selbstgesprächen - wie "das kriege ich heute sowieso nicht hin" - wird, und wir an diese Sätze glauben, desto mehr verlieren wir unser Selbstbewusstsein.

Blockaden verschleiern Lösungsansätze

Blockaden führen dazu, dass wir keine Lösungsansätze mehr sehen. Sondern nur noch das, was nicht funktioniert. Deshalb ist es besonders wichtig, die negativen Sätze in positive Gespräche mit sich selbst zu verwandeln.

"Es hilft bei einer Blockade, an die eigenen Fähigkeiten zu appellieren und sich die Frage zu beantworten: Wie habe ich es schon geschafft, so eine Situation zu lösen?"
Kathrin Seufert, Sportpsychologin

Dadurch wird uns leichter bewusst, was wir gut können und wie wir eine ähnliche Sitation bereits vorher schon gemeistert haben.

Humor entschärft

Was auch hilft: Lachen! Denn das lässt die Situation weniger bedrohlich erscheinen und nimmt die Angst. Je positiver die Situation wird, desto mehr kann sich auch unsere Blockade lösen. Es hilft sich zum Beispiel zu erinnern, dass der Sprung, die Aufgabe oder die Zielzeit im Training auch möglich war. Das lässt die Situation vertrauter wirken.

"Wenn es möglich ist: Die Situation für einen Moment komplett verlassen."
Kathrin Seufert, Sportpsychologin

Ein weiterer Tipp der Sportpsychologin: Die Situation kurz verlassen. Wenn es geht, den Raum verlassen und ein wenig frische Luft schnappen.

Ist das nicht möglich, zum Beispiel während einer Klausur, dann kann es auch helfen, sich gedanklich in eine andere Situation zu bringen. Zum Beispiel den Blick mal aus dem Fenster werfen und die Vögel beobachten. Danach kann es dann mit frischem Mut wieder an die Aufgabe gehen.