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Schulschwänzerin, Leistungssportlerin, Finanzbloggerin. Sofia (20) hat lange gebraucht ihren inneren Antrieb zu finden und auszuloten, was sie will. Früher hatte sie keinen Bock auf irgendwas. Heute ist sie von morgens bis abends aktiv.

Sofia hatte in der Schule erst mal chronische Unlust auf alles, was nicht Sport war. Der Lernstoff hat sie nie interessiert, und sie hatte immer das Gefühl, schlichtweg die Zeit dort abzusitzen.

"Ab der weiterführenden Schule war ich die, die eher geschwänzt hat. Ich hatte halt wirklich keine Lust da zu sein und wollte meine Zeit einfach nicht in der Schule verbringen."
Sofia über ihre Schulzeit

Der Antrieb kam durch Erfahrungen

Es gibt und gab immer nur eine Konstante, die die Sofia von damals und heute verbindet: Sport.

Als Leistungsschwimmerin hatte sie früher immerhin einen Ausgleich, der ihr die zähe Schulzeit etwas leichter machte. Beim Sport hat sie sich wohlfühlt und sich begeistert.

Nach dem Abi kam die Erkenntnis: Nur mit Sport wird das auch nichts. "Vielleicht überlege ich mir mal, was mir Spaß machen könnte", dachte sie sich. Es folgt eine Bewerbung bei der Polizei, eine potenzielle neue Herausforderung. Es ergibt sich sogar, dass Sofia eingeladen wird eine Stelle anzutreten. Sie bekommt den Job, lehnt aber ab.

"Das ist nicht die Freiheit, die du haben möchtest. Du hast deine festen Schichten, Strukturen und kannst gar nicht entscheiden was du wo, wann machst. Im letzten Moment bin ich dann also wieder abgesprungen."
Sofia über ihren potenziellen Beruf als Polizistin

Das nächste Projekt nach dem Polizistinnen-Exkurs: Jura studieren. Und mit diesem Projekt kam die Erkenntnis, dass auch Sofia etwas finden kann, das sie dauerhaft interessiert und in dem sie aufgehen kann. An dem Studium mag sie noch heute, dass sie Dinge planen und strukturieren kann und den Druck hat, sich überwinden zu müssen. Wenn sie sich nicht reinhängt, fällt sie durch.

"Ich habe jetzt ein Ziel vor Augen. Ich möchte größtmögliche Freiheit in meinem Leben." Ihre Erfahrungen und Tipps hat sie in einen Blog gepackt, eine Finanz- und Businessseite speziell für Frauen.

Für Sofia ist es mittlerweile ein erfüllter Tag, wenn sie zwölf Stunden oder mehr produktiv am Schreibtisch gesessen und einiges abgearbeitet hat. Heute muss ihr Umfeld also nicht mehr aufpassen, dass Sofia nicht schwänzt, sondern eher, dass sie nicht 14 Stunden am Schreibtisch durchpowert.

"Ich hab mir ein bisschen auferlegt, dass ich an einem Tag der Woche Zeit für mich nehme und zum Beispiel nicht arbeite, lerne oder den ganzen Tag etwas Produktives mache. Das ist für mich die Gelegenheit abzuschalten."
Sofia

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