Auf ihrer To-Do-Liste, die sie "Fucketlist" nennt, stehen unter anderem Tantra, Bondage und Orgasmic Meditation. Sexbloggerin und Autorin Theresa Lachner hat die Liste schon ordentlich abgearbeitet und schreibt darüber in ihrem Buch "Lvstprinzip" und ihrem gleichnamigen Blog. Zusätzlich geht es dabei auch um ihre Reisen und ihr Leben in 36 Ländern.

Geboren 1986, Literatur- und Kommunikationswissenschaften studiert und mit Mitte 20 einen Job bei einem Verlag in Vietnam angenommen. So begann das Leben von Theresa Lachner im Ausland.

Reisen und über Sex bloggen

Es folgten über fünf Jahre mit wechselnden Stationen. Und mit spannenden Erfahrungen: Sexuelle Dienstleistungen kaufen, Orgien-Parties organisieren oder sich von Fremden für eine Orgasmic Meditation massieren lassen - für Frauenzeitschriften und ihren Sexblog Lvstprinzip, den sie unterwegs kreiert, probiert Theresa die verschiedensten sexuellen Experimente aus.

"Man muss nicht alles ausprobieren. Das ist auch Grundvoraussetzung, um als Sexbloggerin nicht völlig bekloppt zu werden."

In Eine Stunde Liebe erzählt Theresa von ihren Erfahrungen als Digitalnomadin, die im Netz über Sex schreibt. Aber die Journalistin erzählt auch sehr privat von Dating-Erfahrungen, schwierigen Liebschaften und Erfahrungen von sexuellem Missbrauch in der Beziehung.

"Gerade als Feministin wollte ich darüber schreiben, dass ich auch schon in sexuelle Grauzonen geraten bin. Etwas, das ich nicht wollte, und was ich erst viel später verstanden habe."
Theresa Lachner, Journalistin

Mittlerweile ist die Autorin sesshafter geworden und lässt sich zur Sexualberaterin ausbilden. Sie will sich mehr fundiertes Wissen aneignen und Menschen bei sexuellen Fragen konkreter helfen, erklärt sie. Ihren Blog will sie aber weiterführen.

"Es gibt immer wieder Neues auszuprobieren. Es wird nie langweilig. Und der Blog ist für mich wie ein Sprachorgan - unabhängig von Sozialen Netzwerken. Warum soll ich Firmen wie Instagram kostenlosen Content bieten?"
Theresa Lachner, Journalistin