Drohnen, die im Park herumfliegen, nerven. Ganz klar. Aber dürft ihr die Drohne einfach vom Himmel holen? An der Abwehr von Drohnen arbeitet auch das BKA. Der Grund dafür: Terrorgefahr.

Was tun, wenn beim Grillen im Park eine Drohne am Himmel nervt? Wenn die Drohne mit einer Kamera ausgerüstet ist, euch filmt und ihr keine Möglichkeit habt, den Drohnenpiloten ausfindig zu machen, dann könntet ihr das Objekt vom Himmel holen.

Unerlaubtes Filmen stellt eine Notwehrsituation dar

"Rechtlich ist das nicht ganz klar", sagt Tim Hoesmann, Anwalt und Justiziar für den Bundesverband der Copterpiloten. "Aber das unerlaubte Filmen stellt eine Notwehrsituation dar, man darf sich dann wehren."

Auch dichtes und gefährliches Fliegen direkt über Menschen, ist eine Gefahrensituation. "Ansonsten muss man den Drohnenüberflug erst einmal dulden", sagt Hoesmann. "Denn von dem bloßen Überflug geht direkt keine Gefahr aus."

Ein Greifvogel stürzt sich am Himmel auf eine Drohne; Foto: dpa
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Auch in den Niederlanden wird nach Lösungen gesucht, um Drohnen vom Himmel zu holen. Adler könnten helfen...

Auch das Bundeskriminalamt beschäftigt sich mit Drohnen und testet an verschiedenen Möglichkeiten, um Drohnenangriffe abzuwehren. Zum Beispiel könnten größere Drohnen mit einer Art Netz Drohnen einfangen und vom Himmel holen. Dann lassen sich unerwünschte Drohnen ganz klassisch abschießen mit Gewehr oder Pistole. Ebenso wird an Systemen mit Funk- und Störsendern gebastelt.

Bei diesen Experimenten geht es um die Quadrocopter, die also auch privat gekauft und geflogen werden. Es geht nicht um militärische Drohnen.

"An einer Drohne können sie ohne Probleme, zwei bis fünf Kilo Last transportieren. Und ich denke, drei Kilo Sprengstoff können erheblichen Schaden anrichten."

Das BKA arbeitet an Lösungen zur Drohnenabwehr, da diese auch von Terroristen eingesetzt werden können. Tim Hoesmann schließt sich an, er erkennt ebenfalls ein Risiko. "Ich bin kein Terrorexperte. Allerdings die Gefahr durch Drohnen ist sicherlich da."

Neben Lösungen für die Abwehr, wird auch nach Lösungen für den Alltag diskutiert. Zum Beispiel könnte es bald in Städten Zonen für Drohnen geben. Dort könnten Privatleute dann ihre Drohnen fliegen lassen, ohne andere zu nerven.