Rassistische Postings auf Facebook oder Videos auf Youtube werden immer aggressiver und subtiler. Das geht hin bis zu rassistischen Kochshows.

Das Problem sind nicht die Websites, die offen zu rechter Gewalt aufrufen. Viel mehr wird die rassistische Propaganda in Postings mit vermeintlich ausgewogenen Argumenten verpackt, erklärt DRadio-Wissen-Reporterin Tina Kießling, die den neuesten Bericht über Rechtsextremismus online von jugendschutz.net gelesen hat.

Rassistische Kochshows

Videos, Posts, Tweets oder Bilder zielen direkt auf jugendliche Nutzer. Die Jugendschützer haben mehr als 6000 Einträge und Angebote angesehen, davon sei jedes Dritte unzulässig. Perfide sei auch, erklärt Tina, wenn Neonazis auf Straight Edge machen und gegen Alkohol oder Drogen sind, vegane Ernährung befürworten und angeblich harmlose Kochshows hochladen. Im Hintergrund ist dann Musik aus dem rechten Spektrum zu hören oder der Koch zeigt unterschwellig eindeutige Symbole auf der Kleidung.

Soziale Netzwerke könnten Hasspostings sofort löschen

Die Verstöße melden die Jugendschützer direkt den Providern, das waren für 2014 rund 1700 Fälle, von denen bereits über die Hälfte gelöscht worden seien. Tina sieht bei den Providern und Plattformanbieter eine größere Verantwortung, die mit effektiven Filtern die Möglichkeit hätten, Gewaltvideos oder Hasspostings sofort zu löschen.

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