Artabana soll eine Alternative zur klassischen Versicherung sein. Das Prinzip: Menschen zahlen jeden Monat einen bestimmten Betrag, tun sich in Gruppen zusammen und helfen sich gegenseitig.

Artabana ist lokal aufgebaut. In fast allen Regionen Deutschlands gibt es eine Solidargemeinschaft. 3000 Mitglieder hat Atabana deutschlandweit. Diese Mitglieder sind in kleinen Gruppen organisiert, bestehend aus acht bis zwölf Personen. Diese Gruppen unterstützen ihre Artabana-Mitglieder im Krankheitsfall. Wenn eine Gruppe einen bestimmten Betrag nicht aufbringen kann, springt die Region ein. Und für sehr teure Behandlungen gibt es einen Feuerwehrtopf.

"Vertrauen entsteht bei Artabana dadurch, dass es keine Einzelperson gibt. Es gibt immer eine Gemeinschaft."

Um bei Artabana Mitglied zu werden, müsse man sich in die Gemeinschaft integrieren, erklärt Ellen Kalwait-Borck. Wer das nicht kann oder will, sei fehl am Platz bei Artabana. Dazu gehöre auch, dass jeder selbst entscheidet, wie hoch sein Mitgliedsbeitrag sein soll.

"Hier kann man sich nicht frei aus einem Topf bedienen. Dem Ganzen liegt ein System zugrunde. Es gibt viele Gemeinschaften, die sich gegenseitig unterstützen."