Wer leichtfertig mit seinen privaten Daten umgeht, zum Beispiel Mail-Adresse oder Telefonnummer twittert, muss mit einer flauschigen Lektion rechnen: Er wird mit Katzen-Spam zugeballert. Nur einer kann dann noch helfen: Edward Snowden.

Schuld ist ein Bot. Das kleine Programm eines amerikanischen Entwicklers durchwühlt Twitter und sucht User, die dort ihre Telefonnummer veröffentlicht haben. Sobald der Bot eine Nummer gefunden hat, ballert er sie gnadenlos mit Katzen-Spam zu. Der User bekommt eine SMS nach der anderen, vollgestopft mit Katzen-Fakten:

  • Amerikaner geben mehr für Katzenfutter aus als für Babynahrung
  • Katzenbabys bleiben neun Wochen lang bei ihrer Mutter
  • Florence Nightingale besaß mehr als 60 Katzen

Ihr merkt, in welche Richtung das geht: "Unnützes Wissen" wäre den #CatFacts schon sehr geschmeichelt.

Edward Snowden beendet Katzen-Spam

Ein, zwei Katzenfakten sind noch auszuhalten, aber wer im Minutentakt den plüschigen Content bekommt, kann schnell seine Nerven zerreißen spüren. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, sich vom Spam zu befreien. Betroffene User müssen an Edward Snowdens Twitter-Account folgende Nachricht schicken: "Meow, I <3 catfacts." Wie lustig der Whistleblower Snowden das findet, ist noch nicht bekannt.

"Der anonyme Entwickler sagt, dass Snowden mal seine Liebe für Katzen zum Ausdruck gebracht habe. Und weil Snowden zudem für ihn ein Synonym für Datenschutz sei, dachte er, das sei eine gute Idee."
DRadio-Wissen-Reporterin Martina Schulte über den CatFacts-Bot

Die Aktion hat einen ersten Hintergrund. Der Bot-Entwickler will damit an den Bug Android Stagefright erinnern. Das ist ein Fehler im Betriebssystem von Android-Telefone, der es Hackern ermöglicht, eure Smartphones in eine Wanze zu verwandeln. Davon sind waren schätzungsweise 95 Prozent aller aktuellen Android-Geräte betroffen, also rund 1,4 Milliarden Smartphones. Um sich diesen Bug einzufangen, reichte es aus, eine von Hackern manipulierte MMS zu öffnen.

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