Spinnen sind nicht nur im Netz ziemlich geschickt, manche Arten können auch über Wasser laufen. Wenn es sein muss, können sie sogar ganze Meeresarme und Ozeane überqueren.

Viel Wert auf Wasser legen Spinnen eigentlich nicht. Die meisten sitzen doch lieber in ihrem Netz und warten auf Beute. Aber Spinnen reisen manchmal auch, lassen sich vom Wind auf Fäden oder kleinen Netzen durch die Luft treiben - und wenn sie dann auf dem Wasser landen, könnte es zu einer brenzligen Situation für sie kommen. Ein internationales Forscherteam wollte wissen, was dann passiert. Sie haben sich 21 Spinnenarten geschnappt und sie auf dem Wasser im Labor ausgesetzt.

"Manche Spinnen trippeln auf der Wasseroberfläche, mit dem Wind im Rücken zum Anschieben."
Wiebke Lehnhoff, DRadio-Wissen-Nachrichten

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Spinnen gleich mehrere Möglichkeiten haben, ihre acht Beine in Sicherheit zu bringen. Ihre Entdeckungen haben sie im Fachmagazin BMC Evolutionary Biology veröffentlicht. Die Forscher haben etwa festgestellt, dass die Spinnen sich mit Hilfe der Oberflächenspannung auf dem Wasser halten und dabei Positionen einnehmen, durch die sie dann ihre Bewegung auf dem Wasser kontrollieren können - und zwar mit Hilfe des Windes.

Die Spinnen können außerdem ihre Fäden aus Spinnenseite als Anker benutzen. Damit können sie sich etwa auf der Wasseroberfläche festhalten oder auch an einem Gegenstand, der vorbei schwimmt. Eine Alternative: Segeln. Die Spinnen strecken ihre Beine auf und benutzen sie als Segel, kopfüber, den Hintern in die Luft gestreckt.

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