In Berlin finden am Wochenende (03. und 04.08.19) zum ersten Mal zehn deutsche Sportmeisterschaften statt. Alle gleichzeitig. "Die Finals" sollen auf Sportarten aufmerksam machen, die sonst nicht unbedingt im Blick der Öffentlichkeit stehen.

Konkret werden am Wochenende die besten deutschen Athletinnen und Athleten aus den Sportarten Bogensport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Turnen, Bahnradsport, Trial und Triathlon in der Hauptstadt vertreten sein. Viele von ihnen zählen sogar zu den besten Sportlern weltweit. Zum Beispiel sind die deutschen Speerwerfer der Männer Teil der internationalen Top fünf ihrer Disziplin.

Idee erst auf europäischer Ebene getestet

Die "Finals" sind ein Spin-off der European Championships, die es vergangenem Jahr gibt. Die Idee dahinter: Sportarten eine Bühne geben und vor allem ins Fernsehen bringen, die sonst nur alle vier Jahre bei den Olympischen Sommerspielen die Möglichkeit haben, sich zu zeigen, sagt Dlf-Sportreporter Matthias Friebe. Zudem strahlen die Fernsehsender im Winter ja auch tagelang Abfahrtslauf, Biathlon und Skispringen aus.

Die "Finals" als Bühne für Sportlerinnen und Sportler

Die Einschaltquoten würden auch zeigen: Das Konzept der European Championship habe Potenzial, meint Friebe. Für das Modell haben nämlich Sport und Medien eng zusammengearbeitet. Wichtig war daher auch, dass sich die Sportarten gut im Fernsehen übertragen lassen, erklärt Matthias Friebe. Und auch, dass olympische Kernsportarten, wie Leichtathletik und Schwimmen dabei sind.

"Es ist das Los der olympischen Sportarten: Sie haben nur eine Chance, sich alle vier Jahre im Fernsehen während der Olympischen Sommerspielen zu zeigen. Das ist der Moment, wo sie alle kennen."
Matthias Friebe, Dlf-Sportredaktion

Die deutschen Meisterschaften

Einen ähnlichen Erfolg erhoffen sich die Veranstalter, bei den kommenden deutschen Meisterschaften. Für die Sportlerinnen und Sportler geht es dann auch darum, ihren Namen bekannt zu machen. Laut Matthias Friebe ist auch eine kurze Bekanntheit von nur einem Wochenende oder einer Woche ausreichend, damit Sponsoren die Athletinnen und Athleten im Anschluss auf dem Schirm haben. Die finanzieren sich nämlich großenteils über das Sponsoring – auch Olympiasiegerinnen und Olympiasieger, erklärt Matthias Friebe.