Noch in diesem Jahr soll mit Viv der erste Sprachassistent auf den Markt kommen, der unsere Fragen nicht nur akustisch, sondern auch inhaltlich wirklich versteht. Bye, bye Siri.

Keine schlechte Idee, erst einen Sprachassistenten wie Siri zu entwickeln, der nicht zufriedenstellend funktioniert, um den dann an Apple zu verkaufen und anschließend einen besseren auf den Markt zu bringen.

So könnte man die Geschichte hinter dem neuen Sprachassistenten Viv zusammenfassen, der am Ende des Jahres erscheinen und Fragen der User wesentlich selbstständiger beantworten soll.

Viv kann um mehrere Ecken denken

So sollen auch Fragen wie die, ob es an der Golden Gate Bridge übermorgen nach 17 Uhr wärmer als 21 Grad sein wird kein Problem für Viv sein. Dabei muss die Sprachsoftware verschiedene Informationen transformieren, Suchen durchführen und am Ende alles wieder sinnvoll zusammenbringen.

In dem Video einer TechCrunch–Konferenz demonstriert der Entwickler Dag Kittlaus, wie Viv mit der Aussage auf die Frage antwortet, dass es übermorgen an der Golden Gate Bridge nach 17 Uhr nicht so warm sein wird. Für Siri, Google Now oder Cortana von Microsoft bisher völlig undenkbar.

Bisher ist es so, dass Sprachassistenten vorprogrammierte Befehle nach den entsprechenden Stichworten ausführen, was den Handlungsspielraum einer solchen Software natürlich stark einschränkt.

Sprachassistent Viv schreibt seine eigenen Programme

Viv soll aber wesentlich dynamischer sein, indem es laut Entwicklern innerhalb von Millisekunden ein Programm schreibt, das dann die Informationen aus dem Netz zieht, die für die aktuelle Anfrage relevant sind.

In der Präsentation bietet Viv für den Auftrag, der Mutter des Entwicklers einen Strauß Lieblingsblumen zuzuschicken, mehrere Lösungsvorschläge an, unter denen der User dann einfach eine Auswahl treffen kann. Was bisher noch fehlt, ist allerdings eine Sprachausgabe von Viv. Vielleicht fällt den Entwicklern ja auch in dem Bereich eine innovative Lösung ein.