Sätze wie: "Mir schnürte sich die Kehle zu", "mir wurde ganz flau" oder "ich hatte Schmetterlinge im Bauch!", haben wir vielleicht schon mal gesagt. Damit drücken wir Gefühle aus, über die unser Körper mit uns kommuniziert.

Zum Beispiel: Ihr seht eure Ex bei Instagram mit ihrem Neuen, ihr seid traurig oder wütend. Ihr fühlt dass sich euer Magen zusammen zieht, euch wird vielleicht sogar übel. Dann schießt euch vielleicht ein Gedanke in den Kopf wie: "Er hat sie nicht verdient!"

Es gibt diesen Kreislauf: Ein Gedanke löst ein Gefühl aus, das eine Körperempfindung auslöst, die wiederum ein Gefühl bewirkt – und dann kann wieder ein Gedanke folgen.

Wir hören oft nicht auf den Körper

Kopf, Herz und Bauch arbeiten zusammen. Trotzdem hören wir oft nicht auf unseren Körper: Wir essen, obwohl wir satt sind, wir arbeiten, obwohl wir müde sind, wir gucken Netflix, obwohl wir überreizt sind, wir machen keinen Sport, obwohl wir Rückenschmerzen haben.

In dieser Achtsam-Sendung geht es darum, wie wir achtsam auf unseren Körper hören können.

"Wenn wir von Interozeptivem Bewusstsein sprechen, meinen wir die Fähigkeit die Muster unserer inneren Signale zu erkennen, zu verstehen uns angemessen darauf zu reagieren."
Main Huong Nguyen

Das klingt so simpel und banal. Trotzdem wissen wir oft nicht nur nicht, was das überhaupt für eine Empfindung ist, sondern wir wissen auch nicht, woher sie kommt und warum sie da ist.

"Mit Atemübungen, Gehmeditationen und auch diesem Body Scan lernen wir jedes Mal wieder, die Sprache unseres Körpers zu sprechen."
Diane Hielscher

Diane und Main Huong stellen außerdem die Methode des "Focusing" vor. Dabei fokussiert man sich auf bestimmte Körperregionen, um zu spüren, was da los ist. Wie das geht und warum all das natürlich gesund und ausgeglichen macht, ist Thema in dieser Woche bei Achtsam.