Es gibt ihn wirklich, den Weltraumbahnhof Mos Espa. Leider sind die Requisiten aus Holz und vom Jedi hängt nur der Mantel über einem Holzkreuz - bis auf den Sand, der zwischen den Zähnen knirscht - der ist echt.

Im äußersten Südwestens Tunesiens liegt Onq Jmel, wo die Filmstadt Mos Espa entstand. Einer der zwei Pilgerstädten für Star-Wars-Fans. Die zweite ist Matmata, wo auch das Hotel Sidi Driss steht. Hotelbesitzer Mesoud Barshid hat für alle Fälle noch das Original-Lichtschwert von Luke Skywalker unterm Tresen liegen. Im Film heißt der Ort Tatooine und ist der Heimatplanet von Luke Skywalker.

Das Hotel liegt unter der Erde. Tageslicht kommt nur durch kleine Türen in die Räume. Die Filmelemente sind aus Plastik, von der die Farbe abblättert. An den Wänden hängen vergilbte Fotos von Star-Wars-Schöpfer George Lucas mit seinem Team - 1977 hat er die allererste Folge in Matmata gedreht, Episode IV.

"Die ganze Einrichtung hier und die ganze Atmosphäre, das gibt dir schon das Gefühl, dass du in dem Film drin bist."
Fancoise Boisson, Star-Wars-Fan

Vor Jahren war in Onq Jmel und Matmata richtig was los - nicht nur im Film. Seit den Anschlägen auf das Bardo-Museum in Tunis ist es sehr still geworden. Die Touristen bleiben weg - von den Star-Wars-Drehorten und Badeorten, beklagt sich Souvenirhändler Salem Ben Said.

"Früher hatten wir 100, 150 Autos am Tag. Jetzt sind wir froh, wenn fünf kommen. Dabei ist doch bei uns nie etwas passiert. Kein Tourist wurde je angegriffen."
Salem Ben Said, Souvenirhändler

Insgesamt gab es zwölf Drehorte, wovon aber nur die wenigsten öffentlich bekannt sind. Einige lassen sich per GPS-Daten in der Wüste finden. Die neueste Star-Wars-Episode VII "Das Erwachen der Macht" wurde dagegen nicht in Tunesien, sondern in Abu Dhabi gedreht.

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