Gründer sind oft männlich. Und enttäuscht. Meint der Deutsche Startup-Monitor 2015. Für Verena Hubertz kein Thema. Sie kümmert sich um ihr Startup: Kitchen-Stories.

Laut Deutschem Startup-Monitor 2015 sind ein Drittel der Gründer schon mal mit einem Startup gescheitert. Die anderen zwei Drittel sind mit ihrer Situation zufrieden. Der Frauenanteil innerhalb der Szene liegt aber bei kläglichen 13 Prozent (Immerhin drei Prozent mehr als im vergangen Jahr). Mitte dreißig sind die Herren im Schnitt. Kritik gibt es vor allem an der Politik, die die Suche nach Investoren oder Fördermöglichkeiten lähmt.

"Wer wirklich gründen will, der findet auch Wege."

Verena Hubertz gründete mit ihrer Studienkollegin Mengting Gao das Startup Kitchen-Stories. Als Frau merkt sie schon, dass sie in der Szene etwas "Besonderes" ist, aber eigentlich ist das kein Thema für sie. Die beiden passen nicht in die Statistik. Als sie mit Anfang und Mitte zwanzig aus der Uni heraus gründeten, hatten sie nichts zu verlieren, erklärt Verena Hubertz.

"Es gibt immer so viele Gründe dagegen. Dann muss man sich sagen, ich glaube daran. Dieser Schritt ist schwieriger, wenn man das nach ein paar Jahren im Beruf macht.“

Förderung haben die beiden Gründerinnen nicht in Anspruch genommen. Ihnen wurde schon am Anfang klar, dass teilweise der Antragsprozess genau so anstrengend und aufwendig ist, wie die Gründung selbst.

Kitchen-Stories

Ihre App "Kitchen-Stories" gibt es seit Anfang 2014 in 12 Sprachen. Vier Millionen Nutzer in 150 Ländern. Wobei China eines der wichtigsten ist. Das ging überraschend durch die Decke, erklärt Verena Hubertz. Aus einem digitalen Kochbuch mit Fotos und Videos wurde eine sehr erfolgreiche App. Wer übers Kochen nachdenkt dem soll auch "Food-Stories" durch den Kopf gehen, wünscht sie sich. Denn in Zukunft ist die Einkaufsliste direkt mit dem Onlinesupermarkt verknüpft. Eine globale Foodplattform eben.