Endlich eine Sportart für Pferdehaarallergiker: Steckenpferd-Polo. Im Grunde geht es dabei ähnlich zu wie beim richtigen Polo. Nur: das Pferd ist aus Stoff. Und wer foult, muss einen Straf-Sherry trinken.

Durchhaltevermögen und Kondition braucht man schon beim Steckenpferd-Polo, erklärt Profi Christoph Weidner. Außerdem braucht man ein Steckenpferd und einen Crocketschläger. Und natürlich klare Regeln: Jede Mannschaft hat fünf Spieler. Der Ball muss ins zwei Meter breite Tor, dessen Pfosten aus zwei Barhockern bestehen. Der Ball, dem man hinterher galoppiert, ist ein Baseball-Softball. Jedes Spiel dauert dreimal fünf Minuten.

"Am Ende des Tages schleicht jeder vom Platz und du spürst Muskeln an ungewohnten Stellen."
Christoph Weidner

Entscheidend: Wer den Ball mit dem Fuß spielt oder läuft und nicht galoppiert, begeht ein Foul und muss daher einen Straf-Sherry trinken. "Ein paar Freunde von mir haben sich das Spiel in einer Kneipennacht ausgedacht", erklärt Christoph Weidner. Das war vor mehr als zehn Jahren. Bis heute ist die Szene überschaubar geblieben, aber das Medieninteresse ist groß.

Der Alkohol muss weg

Eine besondere Schikane beim Steckenpferd-Polo: Der Schiedrichter entscheidet, wann ein Foul vorliegt. "Gegen Turnierende muss der Alkohol weg", sagt Weidner und dann werden die Unparteilichen schon mal etwas pingeliger. Auch der Dress-Code ist ähnlich wie beim echten Pferdesport: "Die Dame von Welt trägt zum Turnier einen Hut." Natürlich. Am 13.6. findet in Düsseldorf auf den Rheinwiesen das nächste Turnier statt.

Thilo Jahn, Nora Hespers und Christoph Weidner
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Moderator Thilo Jahn, Steckenpferd-Polo-Novizin Nora Hespers und Christoph Weidner beim Spiel auf dem DRadio-Wissen-Flur.