Stefanie Vetter ist Lehrerin, und eigentlich liebt sie ihren Job. Doch nach ein paar Jahren merkt sie: irgendetwas fehlt. Sie erneuert sich - weit weg von zu Hause und mit Gottes Hilfe.

"Ich hatte mich ein bisschen im Alltag und im Stress verloren", sagt Stefanie Vetter. Sie unterrichtet seit 2011 Sport, Deutsch und Englisch an einem Gymnasium in Schleswig-Holstein. Im Job sei eigentlich alles ok gewesen. "Doch irgendwann habe ich gespürt: es muss eine Veränderung her."

Stefanie Vetter gesteht sich das lange nicht ein. Im Freundeskreis bauen viele um sie herum gerade ein Nest, heiraten, bekommen Kinder. "Da konnte ich doch nicht noch einmal ausbrechen", sagt sie.

"Ich hatte einen Teil von mir verloren."
Stefanie Vetter

Dabei fehlt ihr vor allem die Natur. Sie lebt in Hamburg, ist aber in Winnenden in Süddeutschland aufgewachsen. Dort sei sie immer über die Felder gerannt. In ihrem Konflikt bekommt sie schließlich nicht nur von Freunden Unterstützung: "Ich spreche viel mit Gott und habe meinen ganzen Prozess auch im Gebet begleitet."

"Die Wildnis war ein Teil der Lösung."
Stefanie Vetter

Genau diese Zwiesprache hilft ihr schließlich, eine Entscheidung zu treffen: "Ich habe annehmen können, dass Gott das auch für mich möchte."

Stefanie Vetter gibt sich schließlich die innere Erlaubnis, eine Auszeit zu nehmen. Da sie zurück in die Natur will, meldet sie sich für einen Field-Guide-Kurs in Südafrika an und wird Rangerin. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Buch aufgeschrieben: "Nächster Halt Wildnis".

"Wenn ich die Schöpfung angucke, wird mir klar: es gibt so Vieles, das größer ist als wir selbst. Das ist etwas, das man bestaunen muss."
Stefanie Vetter

In Eine Stunde Talk erzählt Stefanie Vetter, wie sie gelernt hat, Spuren zu lesen und zu schießen, was sie gefühlt hat, als sie einem Elefant Auge in Auge gegenüber stand und wie das alles ihren Glauben verändert hat.