Hormone nehmen bis zu den Wechseljahren? Für Andreas Lorenz und seine Frau war das keine Option. Aber damit nach zwei Kindern nicht noch weitere kommen, bleibt Verhütung natürlich ein Thema. Im Fall von Familie Lorenz hat der Mann die Verantwortung übernommen.

Es ist ein ziemlich finaler Schritt. Um nicht zu sagen Schnitt. Wer sich sterilisieren lässt, der macht sich unfruchtbar. Dauerhaft. Nur in wenigen Fällen gelingt es, eine Sterilisation wieder rückgängig zu machen. Trotzdem haben sich Andreas Lorenz und seine Frau entschieden. Deshalb lässt sich Andreas nach zwei gemeinsamen Kindern die Samenleiter durchtrennen.

"Bei der Frau ist Sterilisation ein sehr großer Eingriff, nicht ohne Komplikationen und Risiken.Und beim Mann ist das ein relativ kleiner Eingriff, relativ schnell, ohne große Komplikationen."
Für Andreas Lorenz ist klar: nach zwei gemeinsamen Kindern ist Schluss

Natürlich hat Andreas Lorenz die Entscheidung nicht mal eben so getroffen. Ein Jahr lang hat er mit seiner Frau überlegt, ob er diesen Schritt wirklich geht. Vernunftmäßig war es das einzig Logische. Aber gefühlsmäßig hat Andreas dann doch mit sich gerungen. Denn die Vasektomie, also die Sterilisation des Mannes, bleibt ein operativer Eingriff.

"Dass man sich als Mann die Reproduktionsfähigkeit nehmen lässt, das musste ich erstmal für mich klar kriegen."
Andreas Lorenz hat den Termin erst mal vor sich her geschoben.

Der Eingriff selber dauert nur 15-20 Minuten und kann sogar ohne Vollnarkose vorgenommen werden. Die Eingriffstelle selber wird natürlich betäubt. Andreas Lorenz hat sich trotzdem für die "Lieber-Nix-Mitkriegen"-Version entschieden. Am Ende hatte er mit den Nebenwirkungen der Vollnarkose mehr zu kämpfen, als mit den Nachwirkungen der Operation. Bereut hat er die Entscheidung bis heute nicht.

"Wir haben jetzt ein wirklich sorgenfreies Leben. Meiner Frau geht es, seitdem sie die Pille abgesetzt hat, viel, viel besser. Uns geht's damit sehr gut."
Bereut hat Andreas Lorenz den Eingriff nicht.

Weitere Informationen zu Vasektomie und Sterilisation: