Das Urteil steht fest: Uli Hoeneß soll wegen Steuerhinterziehung für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Unser Korrespondent Michael Watzke hat den Prozess in München verfolgt.

Das Landgericht München hat die Selbstanzeige des FC-Bayern-Präsidenten als ungültig eingestuft und ihn zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

"Die Verteidigung hatte alles daran gesetzt auf die Rechtsgültigkeit der Selbstanzeige hinzuarbeiten. Das hat nicht funktioniert."
Korrespondent Michael Watzke

Im Prozess war herausgekommen, dass Hoeneß über 27 Millionen Euro an Steuern hinterzogen hat. Sein Anwalt hatte gefordert, das Verfahren einzustellen oder höchstens eine Bewährungsstrafe zu verhängen. Die Staatsanwaltschaft wiederum hatte für eine Strafe von fünfeinhalb Jahren Haft plädiert.

"Dieses Urteil ist ein hartes Urteil für jemanden, der eine Selbstanzeige gestellt hat, wenn auch ungültig", sagt Deutschlandradio-Korrespondent Michael Watzke. Hoeneß habe mit seiner Selbstanzeige gezeigt, dass er zurück in die Steuerehrlichkeit wollte.