Die Gewerkschaft Cockpit hat die 200 fest angestellten Piloten in Deutschland zum Streik aufgerufen. Grund ist die vergleichsweise schlechte Bezahlung. In der Kritik stehen auch die Arbeitsbedingungen der Angestellten. 

Die fest angestellten Piloten bei Ryanair sollen bis zu 30 Prozent weniger Gehalt bekommen als ihre Kollegen bei anderen Fluggesellschaften. Ein Ärgernis für die Piloten, und darum geht es bei dem Streik. Auch können die Flugkapitäne an andere Orte versetzt werden. Das soll ebenfalls Thema in den Gesprächen sein.  

An Weihnachten keine Streiks

In Deutschland kam es vielerorts zu Verspätungen, bisher musste aber kein Flug gestrichen werden. "Ryanair hat reagiert und über Nacht ausländische und selbstständige Piloten auf die Flüge gesetzt", sagt unser Reporter Till Opitz.

"Ryanair habe ganz schön rödeln müssen, um den Flugplan trotz Streik gestemmt zu kriegen. Über Weihnachten soll es jetzt aber keine Streiks mehr geben."
Till Opitz, Deutschlandfunk Nova

Das Geschäftsmodell von Ryanair ist umstritten. Die Fluggesellschaft spare viel Geld damit, dass Piloten zum Teil selbstständig sind, oder von Leiharbeitsfirmen vermittelt werden, sagt Till. Auch die Kabinencrews würden wenig verdienen und hätten schlechtere Arbeitsbedingungen als bei anderen Airlines.  

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Sollten wir also ein schlechtes Gewissen haben, mit Ryanair zu fliegen? Till hat sich an der Uni Köln umgehört. Sein Eindruck: "Viele Menschen haben zumindest ein schlechtes Gewissen, fliegen aber dann doch, weil die eben so günstige Preise haben."

"Ich weiß, dass die Arbeitsbedingungen scheiße sind, nicht nachhaltig, aber man fliegt halt für 50 Euro nach Kopenhagen. Das ist halt ziemlich geil."
Student aus Köln

Bei den Menschen mit denen Till gesprochen hat, gäbe es viel Verständnis für den Streik, sagt unser Reporter: "Viele Leute sind fast erleichtert, dass da mal gestreikt wird. Dass sich vielleicht was ändert."

"Der Streik ist aufgrund der wirklich schlechten Arbeitsbedingungen berechtigt. Und letzten Endes haben wir Konsumenten auch eine Verpflichtung."
Studentin aus Köln

Dass Billigflieger nicht gleich Billiglohn bedeuten muss, zeigt die Konkurrenz, so Till: "Wenn man schaut, bei Tuifly, Eurowings und Co. verdienen die Mitarbeiter mehr und die Tickets sind ja trotzdem billig."

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