Forschende aus den USA haben herausgefunden: Im Park twittern die Leute glücklichere Worte. Warum das Auswirkungen auf Stadtplanung haben könnte.

Dass es uns gut geht, wenn wir im Park unterwegs sind, auf Bäume gucken und Natur spüren, ist vielleicht nicht wahnsinnig verwunderlich. Um diese Theorie zu beweisen gäbe es mehrere Herangehensweisen. Man könnte die Menschen im Park einfach befragen oder auch Menschen fragen, die in der Nähe von Parks wohnen und das mit Ergebnissen von Menschen, die an Hauptverkehrsstraßen wohnen, vergleichen. Die Forschenden der Uni Vermont in den USA haben für ihre Studie einen anderen Ansatz gewählt. Sie haben das Glück im Park über Twitter gemessen.

Twitter verrät: Wie glücklich sind Menschen im Park

Um zu messen, wie glücklich Menschen im Park sind, haben sie im Sommer 2016 zwischen Mitte Mai und Anfang August Tweets aus San Francisco gesammelt – und zwar nur solche, die laut GPS aus Parks heraus getwittert wurden. Davon gibt es in San Fransicso mehr als 200. Diese Park-Postings haben sie sich genauer angeschaut und mit einer Wortliste – einer Art Glücks-Score – abgeglichen. "Sonnenschein" hat darin beispielsweise einen guten Wert, genauso wie "happy" und "hahaha" – Worte wie "Verkehr" hatten schlechte Werte.

Das Ergebnis dieser Untersuchung war: Leute, die in einem Park getwittert haben, hatten positivere Wortwerte als die anderen. Daraus schlussfolgern die Forschenden, dass Parks glücklich machen. Sie konnten sogar noch etwas genauere Aussagen treffen. Und zwar waren die Wortwerte – also der Glücks-Score – bei Menschen, die aus Parks mit vielen Bäumen getwittert haben besser, als die Tweets, die aus eher tristen Parks oder von Plätzen mit nur ein paar Bäumen kamen.

Positive Gefühle – wie an Weihnachten

Was die Forschenden besonders überrascht hat: Die Worte der Park-Tweets waren in Summe so positiv, wie es bei Twitter sonst nur einmal im Jahr vorkommt, nämlich an Weihnachten. Weihnachten ist seit je her der positivste Tag bei Twitter, sagen sie.

Die Forschenden wissen, dass sie mit dieser Studie etwas bewiesen haben, was sich die meisten mit logischem Menschenverstand auch selbst denken können: dass es im Park schön ist und dass man dort positive Gefühle hat. Sie sagen aber: Wenn wir in einer Studie mit Fakten belegen können, dass Parks uns glücklich machen, haben wir etwas, womit man arbeiten kann. Diese Studie könne beispielsweise Stadtplanern an die Hand gegeben werden, die dann verstärkt darauf achten könnten, Parks und mehr Grün in neue Wohnkonzepte zu integrieren.