In der Weihnachtsausgabe des British Medical Journal geht es nur um kuriose Studien. Erkenntnisse, die im Prinzip keiner braucht, die aber lustig sind! Zum Beispiel, wie man sich am Besten vor einer Zombie-Invasion rettet.

Diese wissenschaftlichen Fachartikel sind nicht ganz ernst zu nehmen, sie wurden aber unter höchsten Standards durchgeführt. In diesem Jahr geht es um Zombies, Putin und Bob Dylan. Die Wissenschaftler nehmen sich dabei selbst ein bisschen aufs Korn. Britischer Humor halt. Aber wissenschaftlich sauber; die Methoden der Studien wurden alle überprüft und sind in Ordnung.

Das Geheimnis von Putins rechtem Arm

Schon mal aufgefallen? Russlands Präsident Wladimir Putin schlenkert beim Gehen immer locker mit dem linken Arm nach vorne und hinten, den rechten Arm hält er aber immer dicht am Körper. Da dachten die Forscher erst, dass er an Parkinson erkrankt sein müsste. Beim genaueren Betrachten stellten sie aber fest, dass auch viele andere russische Politiker diese Eigenart haben. Letztlich hat ein niederländischer Neurologe dann festgestellt, dass der Gang aus Putins KGB-Vergangenheit stammen muss und der ruhige rechte Arm dazu dient, im Zweifelsfall die Waffe schnell ziehen zu können. Die Studie kommt zu dem Schluss, bei Putin handelt es sich nicht um einen Parkinson-Gang, sondern um einen Revolverheld-Gang.

Noch absurder sind die Zombies

Am absurdesten ist eine Studie von einer US-Wissenschaftlerin aus Ohio. Die hat untersucht, wie man eine Zombie-Invasion verhindern kann. Sprich: Wie werden diese Untoten den Menschen gefährlich, woran kann man erkennen, ob die jemanden infiziert haben? In einer anderern Studie ging es um die Frage, wie oft Wissenschaftler Bob-Dylan-Songtexte in medizinische Studien eingebaut haben.

"Die Analyse hat dann gezeigt: Es gibt mehr als 200 medizinische Fachartikel, in denen Dylan-Zitate vorkommen."
Ann-Kathrin Horn (DRadio Wissen) über die absurden Studien des British Medical Journal

Kollegen der Wissenschaftler aus Schweden hatten zugegeben, dass sie einen Dylan-Titel in ihre wissenschaftliche Arbeit eingebaut hatten. Und dann dachten sie sich: Vielleicht haben das ja noch mehrere so gemacht. Tatsächlich. Sie fanden "Blowin' in the Wind" oder "The Times They are a-Changin’” oder "Knocking on pollen's door", also Pollen statt "Knocking on Heaven's Door". Oder "Like a rolling histone" statt "Like a Rolling Stone". Histone sind eine aRT Proteine. Also: Die Wissenschaftler waren da schon ganz schön aktiv, was Dylan-Zitate angeht.