Für Maria Aufschlager gibt es gar keine andere Art zu reisen als mit dem Fahrrad. "Radfahren ist das, was mir Spaß macht", sagt die Radlerin, die in drei Monaten 15 südosteuropäische Länder durchfahren hat.

Maria Aufschlager ist im Sommer in Berlin losgeradelt. Drei Monate später hat sie 8000 Kilometer abgefahren. Ihre Route Richtung Süden an der Donau entlang, durch die Slowakei nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro zurück über den Balkan, Kroatien, Slowenien, Italien und über die Alpen zurück nach Deutschland.

Überwältigt von hilfsbereiten Menschen

Auf ihrer Reise haben sie vor allem die Menschen beeindruckt, die sie freundlich aufgenommen haben. Besonders zuvorkommend seien die Menschen in Albanien gewesen, die ohne lang zu fragen, ihr immer geholfen haben, sagt Maria Aufschlager.

"Wenn ich Berge hochgestrampelt bin, völlig verschwitzt irgendwo ankam, sind ohne zu fragen Menschen auf mich zugekommen, haben mir Wasser, Obst gereicht und sich erkundigt, ob sie mir irgendwie behilflich sein können."
Maria Aufschlager über ihre Erlebnisse während ihrer Radtour

Eine grobe Planung ihrer Tour hatte Maria zwar gemacht, aber konkrete Übernachtungen hatte sie nicht gebucht. Sie ist meist so lange gefahren, wie sie Lust hatte, und hat dann ihr Zelt aufgeschlagen. Bis auf das eine Mal an der mazedonisch-albanischen Grenzen, wo es nicht genug Platz für ihr Zelt gab.

Herzerwärmende Erlebnisse

Fast schon in der Dunkelheit habe sie Glück gehabt, als sie ein kleines Restaurant mit einer älteren Frau gefunden habe, die ihr ohne zu zögern einen Schlafplatz angeboten habe. "Super herzerwärmend, dass das eine Selbstverständlichkeit ist, dass jedem geholfen wird, der keine Unterkunft hat oder etwas zu essen braucht", sagt Maria.

Wenn Maria dann doch mal eine Waschmaschine oder eine Dusche brauchte, hat sie über Warmshowers oder online einen Campingplatz oder Schlafplatz für Radfahrerinnen gesucht.

Mit den Green Riders fürs Gute radeln

Auf ihrer Tour hat sie die Green Riders getroffen, die radelnd gute Taten vollbringen wollen, erzählt Maria. Das sei eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen. Der harte Kern bestehe aus 30 Fahrradbegeisterten, die wie sie selbst am Donauradweg Richtung Schwarzes Meer unterwegs gewesen seien.

Die Green Riders unterwegs am Donautalradweg.
© Green Riders
Gruppenfoto der Green Riders auf dem Donautalradweg

Die Green Riders unterstützen soziale Projekte, in denen es vor allem um nachhaltige Landwirtschaft gehe. Wenn die Green Riders auf ihrer Tour an einem solchen Projekt ankommen, arbeiten sie einen Tag lang dort ehrenamtlich.