Die Deutschen verhüten am liebsten mit der Antibabypille. 55 Prozent der Paare bevorzugen die Pille als Verhütungsmittel, noch vor dem Kondom. Kathrin Ahäuser hat sich in ihrem Kurzfilmprojekt "Pille Palle" mit dieser hormonellen Verhütungsmethode beschäftigt. Sie hat dazu recherchiert, welche Wirkung die Pille auf Körper und Psyche hat. In Eine Stunde Liebe erzählt die Dortmunder Fotografin über ihre Recherche.

In elf Kurzfilmen lässt Kathrin Ahäuser verschiedene Menschen über ihre Erfahrungen und Meinungen zur Antibabypille zu Wort kommen. Eine junge Frau erzählt beispielsweise von einer Beinvenenthrombose, die sie überraschenderweise mit 19 Jahren hatte.

"Die Nebenwirkungen, positiv wie negativ, beziehen sich eben nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche. Und vieles davon war Neuland für mich."
Kathrin Ahäuser, Fotografin

Eine Studentin erzählt von ihrer Lustlosigkeit beim Sex, die sie auf die Pille zurückführt. Neben persönlichen Erfahrungen erfahren wir in den Kurzfilmen aber auch die Meinung verschiedene Gynäkologen zur Antibabypille - Befürworter wie Kritiker kommen zu Wort. Ein Apotheker, eine Sexualpädagogin und auch der Arzneimittelexperte Gerd Glaeske sprechen über die Vor- oder Nachteile der Pille.

"Viele Frauen, die wir befragt haben, sagten auch: 'Das war so wie Smarties essen. Das war gar kein Arzneimittel mehr.' Und dieses Image haben Pillen auch bei Ärztinnen und Ärzten, die diese Pillen verordnen."
Arzneimittelexperte Gerd Glaeske

Kathrin Ahäuser will mit ihrem Projekt pillepalle.info zum Denken anregen und durch die Kurz-Porträts verschiedener Menschen anders über die Wirkungen der Pille aufklären als es einfache Beipackzettel tun.

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