So lange haben wir darauf gewartet - jetzt ist es endlich soweit: 2016 ist das von den Vereinten Nationen ausgerufene "Jahr der Hülsenfrüchte". Was die Lupine alles Tolles zu bieten hat, hat uns die Food-Bloggerin und Buchautorin Franziska Schmid erzählt.

Denkt ihr bei "Hülsenfrüchten" auch sofort an Omas Linseneintopf? Da wurde dann oft noch so ein Stückchen alter Hammel mitgekocht… Ist ja nicht unbedingt jedermanns Sache. Hülsenfrüchte gibt’s aber auch in lecker. Sie sind sehr gesund, eiweißhaltig, nährstoffreich – und deshalb ein guter Fleischersatz. Neben Linsen, Kichererbsen oder Bohnen gehören auch die Lupinen zu den Hülsenfrüchten.

"Die Lupine selbst schmeckt neutral bis nussig."

Lupinen, fertig, los!

Schon die alten Ägypter 2000 v.Chr. kannten die Lupine. Sie verwendeten sie als Getreide – durch exzessives Waschen haben sie die Giftstoffe entfernt, die dort noch drinsteckten. Aus der heutigen Süßlupine, die so ab den 1930er Jahren gezüchtet wurden, sind diese Giftstoffe rausgezüchtet worden, erklärt Franziska. Die Lupine gehört zu den Schmetterlingsblütlern, zu denen auch die Erdnuss zählt.

"Die Lupine sollte man würzen und mit Kräutern und anderen leckeren Dingen versehen."
Franziska Schmid

Gute Alternative als Fleischersatz

Lupinen sind sehr gesund. Außerdem sind sie ein super Ersatz für Tofu oder Seitan, die Allergien hervorrufen können. Man bekommt sie im Bioladen entweder grobe Körnchen oder fein geschrotet, fast wie ein Mehl. Die groben Körnchen eignen sich gut, um ein Chili oder eine Bolognese zu machen. Aus dem Mehl kann man Fallafel-Bällchen rollen oder Humus rühren.