Wie schlimm die Zerstörungen von historisch und kulturell bedeutenden Denkmälern in Syrien ist, zeigen Satellitenaufnahmen der Unitar.

Die Bilanz nach drei Jahren Bürgerkrieg in Syrien ist erschreckend: 200.000 Tote, über eine Million Verletzte und mehr als drei Millionen, die aus ihrem Land geflohen sind. Neben diesen menschlichen Schicksalen ist das Ausmaß der Zerstörung von Denkmälern und kulturell bedeutenden Werken ebenfalls verheerend. Wie dramatisch das Ausmaß ist, zeigen Satellitenaufnahmen, die das Ausbildungs- und Forschungszentrum der Uno, Unitar, veröffentlicht hat.

Massive Zerstörung

Laut Unitar sind fast 300 Moscheen, Tempel und andere Gebäude beschädigt oder massiv zerstört worden. Die Altstadt von Aleppo gilt als Weltkulturerbe. Dort stehen Bauwerke, die mehrere tausende Jahre alt sind. Auf den Satellitenbildern ist jetzt deutlich zu sehen, dass von manchen nur noch Schutt und Asche übrig ist.

Gezielte Zerstörung und Plünderung

Zum Teil sind die Gebäude während kriegerischer Auseinandersetzungen beschädigt worden. Manche wurde aber auch als Stützpunkte missbraucht. Wie zum Beispiel die Kreuzritterburg Krak des Chevalliers im Westen Syriens in der Nähe der Rebellenhochburg Homs. Die Festung ist aus dem 11. Jahrhundert und war bis vor drei Jahren noch recht gut erhalten. Aber die syrischen Rebellen haben die Festung genutzt und sich dort bis Anfang des Jahres verschanzt. Dann hat die syrische Armee die Burg beschossen, gestürmt, zurückerobert und dabei die Burg schwer beschädigt.

Verscherbeln von Antiken

Die Milizen des Islamischen Staat haben im Grenzgebiet zum Irak zahlreiche Skulpturen und Heiligengräber zerstört. Andere Kulturstätten wurde geplündert, um mit den Antiken Geld zu verdienen.

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