Wir sind es gewohnt, bewegte Bilder zu konsumieren. Aber was wir auf der Leinwand oder dem Bildschirm sehen, das ist halt da, egal wo es herkommt – egal, ob es das Berlin der zwanziger Jahre ist, eine Animation oder ein U-Boot in der Tiefsee. Vermutlich hinterfragen viele von eher die Story oder die Schauspieler als das Bühnenbild. Hinter dieser Selbstverständlichkeit steckt jedoch jede Menge Arbeit und die erledigt Uli Hanisch.

Uli Hanisch ist Szenenbildner, seine Aufgabe besteht darin, Worte und Beschreibungen in einem Drehbuch visuell umzusetzen. Straßen müssen angelegt werden, Häuser gefunden und teils um- oder neu ausgebaut werden. Alles muss zum Drehbeginn so aussehen, wie es das Buch vorgibt, aus dem "Kino im Kopf" muss Kino auf der Leinwand werden. Uli Hanisch ist einer der besten seines Fachs, er hat unter anderem die Szenenbilder für "Das Wunder von Bern", "Das Parfüm", "The International" "Cloud Atlas" und "Babylon Berlin" geschaffen. Wie er mit hunderten Mitarbeitern für letzteres ein glaubwürdiges 1929 gebaut hat, das erzählt er uns in Eine Stunde Film. 

Binge-Watching: Alle 16 "Babylon Berlin"-Folgen in 150 Kinos

Außerdem schauen wir noch mal kurz rein, in die ersten zwei Staffeln der teuersten deutschen Serie aller Zeiten: Am kommenden Wochenende (22./23. September 2018) gibt es alle bisherigen 16 Folgen "Babylon Berlin" als Marathon-Binge-Watching-Event in 150 Kinos, außerdem ist am 30. September die Free TV Premiere im Ersten. Dazu hat Deutschlandfunk Nova im November das offizielle Hörspiel zur Serie im Programm. 

Die Kollegin Anna Wollner ist aus Toronto zurück, das dortige TIFF (Toronto International Film Festival) gilt seit ein paar Jahren schon als guter Gradmesser für kommende Oscar-Anwärter. Was sie dort erlebt, gesehen und wen sie zu Gesprächen getroffen hat, erzählt sie uns in dieser Ausgabe.

Neu im Kino ist diese Woche der ergreifende Film "Utøya" über den Terroranschlag auf dieser kleinen, norwegischen Insel vom 22. Juli 2011. Ein viel und kontrovers diskutierter Film, den wir heute genauer unter die Lupe nehmen werden.