In Filmen und Serien wie "Babylon Berlin", "Cloud Atlas" oder "Matrix" reisen wir durch Zeit und Welt – brillante Szenenbilder lassen die Traumwelten echt erscheinen. Möglich machen das Set-Designer wie Uli Hanisch und Josef Brandl, die in "Eine Stunde Film" erzählen, wie sie die Traumwelten aus Pappe und Holz erschaffen.

Wenn es um den Bau von Szenenbildern geht, ist Uli Hanisch eine Legende. Er war neben Nachwuchs-Set-Designer Josef Brandl bei den diesjährigen "Berlinale Talents", eine der wenigen Sektionen des Filmfestivals, in denen überhaupt irgendwas ging – wenn auch nur online.

Für uns war es die Chance, mit den beiden Stars der Szene zu sprechen: über teure und günstige Kulissen, über Fassaden und gesamte Innenausbauten. Die zwei Set-Designer erzählen, wie sie es schaffen, ein Filmset möglichst authentisch in eine andere Zeit, eine andere Epoche oder gar eine Fantasy-Welt zu verwandeln.

"Wenn zum Beispiel die Amerikaner nach Deutschland kommen und wir denen sagen: Wir können euch 95 Prozent der gesamten Kulisse herstellen, die ihr für den Film braucht, auch wenn der Film über die halbe Welt verteilt ist und fast gar nicht hier spielt – dann vertrauen die uns." 
Uli Hanisch, Szenenbildner
Josef Brandl und Uli Hanisch auf der Berlinale 2021.
© Peter Himsel
Josef Brandl und Uli Hanisch auf der Berlinale 2021.

"Framing Britney Spears"

Es ist eine Doku, die in den USA seit Anfang des Jahres viel Aufsehen erregt hat, ab sofort ist sie auch in Deutschland über Prime Video zu sehen: "Framing Britney Spears".

In 74 Minuten versucht die Dokumentation zu zeigen, wie aus der 10-jährigen Britney Spears ein Megastar wurde, der Anfang der 2000er aus dem Pop-Himmel abstürzte.

Das große Problem der Doku: Die Protagonistin selbst kommt mit aktuellen Statements nicht zu Wort. Es sind andere, die über sie reden. Dazu gibt es beklemmendes Doku-Material aus den vergangenen 30 Jahren ihres Lebens.

Laut den Machern des Films ist Britney Spears bis heute entmündigt und ihrem Vater quasi ausgeliefert. Hardcore-Britney-Fans versuchen sie deshalb "zu befreien". Sie selbst widerspricht dem in Teilen über Social Media, doch auch hier ist die Vermutung nicht unberechtigt, dass sie die Profile nicht selbst mit Inhalten füllt. Anna Wollner und Tom Westerholt versuchen, im Kaffeesatz einer Multi-Millionen-Dollar-Karriere zu lesen.

"Dead Pixels"

Ab dem 9. April läuft die britische Cyberspace-Serie "Dead Pixels" auf ZDF Neo. Die erzählt von vier Videospiel-Nerds, die ihre Zeit lieber gemeinsam online in ihrem Lieblingsspiel verbringen als in der realen Welt. Anna Wollner hat vorgeguckt und ist begeistert.