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Tübingen ist Corona-Modellstadt – und zwar bis zum 4. April. Bis dann wird in der Innenstadt getestet, was geht. Ist das Ergebnis negativ, darf man shoppen ohne Termin und auch draußen im Cafe sitzen. Kinos und Theater öffnen auch wieder. Unsere Reporterin Betina Starzmann war in der Corona-Modellstadt.

Seit gestern (16. März) stehen in Tübingen, in Baden-Württemberg in der Innenstadt verschiedene Schnelltest-Stationen. Unter dem Motto "Öffnen mit Sicherheit" will das Bundesland in Tübingen Erfahrungen sammeln, wie und ob Öffnungsschritte im Einzelhandel, Gastronomie und auch in der Kultur möglich sind, wenn es Schnelltests gibt. Ein wichtiges Ergebnis soll dabei sein, dass die Infektionszahlen nicht nach oben gehen.

Mehr Öffnungen, reichlich Schnelltests

Unsere Reporterin Betina Starzmann war in Tübingen unterwegs. Die Stadt war am ersten Tag nicht völlig überrannt, aber das Wetter war auch mies.

Betina hat sich an einer der Stationen testen lassen. Die Tests sind kostenlos. "Ich war nach fünf Minuten an der Reihe", sagt sie. Sie musste Namen und Adresse angeben. Getestet werden auch Personen, die nicht in Tübingen leben. Nach 10 bis 15 Minuten ist das Ergebnis da.

"In der Innenstadt von Tübingen gibt es verschiedenen Schnelltest-Stationen. Die Tests sind kostenlos."
Betina Starzmann, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Bei einem positiven Ergebnis folgt umgehend ein PCR-Test, der sicherer ist als ein Schnelltest. Bei einem negativen Ergebnis bekommt man das "Tübinger Tagesticket" – eine Art Flyer mit Stempel. Mit dem Ticket kann man dann einen Tag lang einkaufen gehen. Die Außengastronomie nutzen. Oder ins Kino und Theater gehen. Die geltenden Masken- und Abstandsregeln bleiben bestehen.

Geplant ist, an sechs Tagen pro Woche zu testen: von Montag bis Samstag. Das Modellprojekt läuft insgesamt bis zum 4. April. In diesen knapp drei Wochen rechnet das Land mit 180.000 bis 250.000 Tests.

"Geplant sind 180.000 bis 250.000 Schnelltests."
Betina Starzmann, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Auch wenn das Wetter mies war, war die Stimmung in Tübingen gut, erzählt Betina. Trotz Kälte haben viele ihren Kaffee in der Außengastronomie genossen.

Dass Tübingen als Modellstadt ausgesucht wurde, hat auch damit zu tun, dass in der Stadt bereits viel getestet wurde und wird. Zum Beispiel präventiv nicht nur in Altenheimen, sondern auch in der Stadt.