Wer ans Kloster denkt, denkt an: Mönche, Einkehr, Entspannung, Gebete, Schweigen, extremes Runterkommen... und Bier. Mönche sind bekannt für ihre Braukunst - und ganz vorne sind dabei die Klöster in Bayern.

Der Hunger ist schuld. Ein Mönch hält sich selbstverständlich an die Fastenzeit zwischen Fasching und Ostern, da gibt es wenig zu essen. Es gibt allerdings ein hübsches Schlupfloch, das dem magenknurrenden Mönch hilft: Flüssiges bricht das Fasten nicht. "Bier ist schön kalorienhaltig", erklärt unsere Bayern-Korrespondentin Lisa Weiß, "daher haben die Mönche gerade in der Fastenzeit fleißig möglichst starkes, nahrhaftes Bier gebraut und sich sattgetrunken".

Hatten die Mönche erstmal genug Bier getrunken und sich gesättigt, kamen die Ideen: Wenn wir schon Bier brauen, können wir doch auch ein paar Fässer mehr machen und verkaufen. "Die Brauermönche hatten ja auch genug Zeit, die Bierherstellung zu perfektionieren", sagt Lisa Weiß. "Klosterbier galt also als besonders gutes Bier."

Es gibt nur noch wenige Klosterbrauereien

Bis 1803 hatten die Klosterbrauereien Tradition in Bayern - dann wurden viele Klöster geschlossen. Echte Klosterbrauereien gibt es seitdem nur noch wenige: Nur acht von Bayerns immerhin mehr als 600 Brauereien sind echte Klosterbrauereien und werden von Mönchen betrieben.

"Richtige Klosterbrauereien, bei denen wirklich noch ein Kloster dahinter steht, da haben wir auch hier in Bayern nur noch wenige."
Bayern-Korrespondentin Lisa Weiß über Klosterbrauereien

Klosterbiere mit tollen Etiketten findet man hier in Bayern wie Sand am Meer - aber das dazugehörige Kloster besteht oft nicht mehr oder die Brauerei war sowieso immer schon nur lose mit dem Kloster verbunden. Die echten Mönchsbiere sind selten geworden. Diese Brauereien spielen schon noch eine Rolle auf dem bayerischen Biermarkt, aber eher eine kleinere.