In der Theorie schön warm, in der Praxis einfach nur schön zum Angucken. Teelichtöfen werden eine Heizung auch in diesem Winter sicherlich nicht ersetzen. Eine nette Bastelaufgabe sind sie trotzdem.

Rund 42 Watt: Das ist die sehr überschaubare Heizleistung eines durchschnittlichen, vier Stunden brennenden Teelichts. Teelichtöfen sind gerade trotzdem ein Thema – vor allem auf Social Media. In der Regel wird dafür die Leistung mehrerer Teelichter gebündelt.

"Ton ist ein Produkt, was ganz gut Wärme speichert. Man hält die Wärme also drin, je heißer der Input ist, der von Kerze kommt, desto heißer wird das Material."

Dafür reicht ein Tontopf, Teelichter, eine Erhöhung für den Topf und eine feuerfeste Unterlage eigentlich schon aus. Ton ist das Mittel der Wahl für diese Mini-Heizung. Denn er ist zum Dosieren und Verteilen der Wärme gut geeignet, sagt Keramikerin Viola Beuscher.

Nicht alle Bauanleitungen für Teelichtöfen sind einfach

Die erwärmte Luft strömt nach oben in den Topf, kann dort nicht entweichen, sammelt sich und erwärmt die Topfwände. Über diese Wände wird die Wärme gleichmäßig an den Raum abgegeben. Nicht alle Bauanleitungen für Teelichtöfen sind simpel.

"Das ist schon was für Hobby-Handwerker, gerade wenn es darum geht, mehrere Tontöpfe miteinander zu verbinden."
Niklas Potthoff, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Im Internet gibt es auch Anleitungen für kompliziertere Öfen. Da werden mehrere Tontöpfe miteinander verschraubt, berichtet Deutschlandfunk-Nova-Reporter Niklas Potthoff.

Die Ästhetik passt

Für die Ästhetik und ein warmes Gefühl reicht das bestimmt, einen ganzen Raum beheizen, das geht auch mit diesen Konstruktionen nicht, sagt Viola Beuscher. "Mit einem kann man es sich vielleicht gemütlich und muckelig machen, ist sicherlich auch schön", sagt sie. "Aber man wird damit keinen Raum heizen können."

"Teelichter sind offenes Feuer und dementsprechend gelten die gleichen Risiken. Wenn ich damit spiele, es unbeaufsichtigt lasse, ist die Gefahr groß."
Carsten-Michael Pix, Deutscher Feuerwehrverband, zuständig für Facharbeit

Immerhin: Gefährlich ist die Sache eher nicht, wie Carsten-Michael Pix vom Deutschen Feuerwehrverband bestätigt. Allerdings muss stets jemand auf die Flamme achten und der Sicherheitsabstand von drei Zentimetern zwischen den Teelichtern sollte eingehalten werden.

  • Moderatorin:  Diane Hielscher
  • Gesprächspartner:  Niklas Potthoff, Deutschlandfunk-Nova-Reporter