Gebt es zu, ihr habt alle schon am Regler für die Heizung geschraubt. Weil: Es ist kalt geworden. Deutschlandfunk Nova-Netzbastler Moritz testet, ob die Heizung aus Teelichtern taugt, gibt aber vor allem wertvolle Heiztipps.

In Ausgabe 85 unserer Selbermach-Sause Netzbasteln gehts ums perfekte Heizen. Deutschlandfunk Nova-Netzbastler Moritz Metz testet die -nicht unumstrittene- Teelichtlampe. Die ist schnell gebaut: M10-Gewindestangen, Beilagscheiben, Blumentöpfen sowie einem Untersetzer. Der Trick daran: Die aufsteigende Konvektionswärme der Teelichter wird dann von den umgekehrten Töpfen aufgefangen - und deren Masse wandelt die Wärme in Strahlungswärme um, die wir Menschen als besonders angenehm empfinden.

Bastelreporter Moritz hat aber auch wertvolle Tipps, wie ihr beim Heizen Energie sparen könnt, was es für Wärme-Arten gibt, was es mit der relativen Luftfeuchtigkeit auf sich hat - und wie ihr euren Heizkörper entlüftet. 

Moritz Heiztipps

  • Wer die Raumtemperatur um ein Grad reduziert, spart 6% an Heizkosten. Lieber Pulli und warme Socken tragen - die meiste Heizenergie verpufft ohnehin unter der Decke.
  • Heizkörper entstauben und die Wohnung öfters feucht wischen! Für gereizte Schleimhäute ist weniger die "trockene Heizungsluft" verantwortlich, vielmehr der feine Hausstaub, der durch den Heizungs-Luftstrom aufgewirbelt und verteilt wird.
  • Wasserverdunstungsbehälter an Heizungen helfen kaum gegen trockene Luft, sie sind vielmehr ein Nährboden für Keime. Lieber den Wäschetrockner ins Schlafzimmer stellen oder dort dort die Dusch-Handtücher trocknen.
  • Mehrmals täglich für ein paar Minuten stoßlüften! Gegen zu viel Luftfeuchtigkeit und das Risiko von Schimmelbildung.
  • Heizung einmal jährlich entlüften.
  • Strahlungwärme ausprobieren, zum Beispiel mit der Teelichtlampe oder einem elektrischen Infrarotheizungs-Paneel.

Heizperiode

Von Anfang Oktober bis Ende April müssen Vermieter normalerweise garantieren, dass eure Räume tagsüber auf mindestens 20 Grad beheizbar sind - die sogenannte "Behaglichkeitstemperatur" für Wohnräume. Die Heizkosten tragt ihr aber selbst - genauso wie ihr die Qualität der Raumluft ertragen dürft!