Naturschützer zerstören über eine Tonne Elfenbein auf dem Times Square in New York. Damit wollen sie ein Zeichen gegen Wilderei und illegalem Handel setzen.

Wissenschaftler haben illegal eingeführtes Elfenbein untersucht und eine riesige DNA-Datenbank angelegt. Damit können sie die Stoßzähne der Tiere einer bestimmten Region auf der Welt zuordnen. Zusammen mit der Universität Washington hat der Interpol auf diese Weise Hotspots für Wilderei und illegalem Handel mit Elfenbein ausgemacht. Zum einen ist das die Region im Süden Tansanias, die in den Norden Mosambiks übergeht. In Zentralafrika - in den Ländern Kongo, Gabun und Kamerun, wird auch häufig gewildert und illegaler Handel mit Elfenbein betrieben.

Auf dem Times Square zerstören Umweltschützer illegal eingeführtes Elfenbein

International organisierte Verbrecher

Bei dem illegalen Handel mit Elfenbein handelt es sich um international organisierte Verbrechen. In vielen Ländern sind auch korrupte Behörden involviert. Das macht es extrem schwer, gegen die Wilderer und die Händler vorzugehen. Die Regionen, in denen viel gewildert wird, präzise zu identifizieren, hilft dabei Staaten Druck zu setzen. Und auch lokale Behörden bleiben davon nicht verschont.

Regierung können am meisten ausrichten

Es gibt eine wissenschaftliche Studie des Fachmagazins PNAS zum Thema Wilderei. Dort wurden nicht nur die Routen des illegalen Handels sachlich beschrieben, sondern haben festgestellt, dass die Länder China und Thailand Hauptumschlagplätze für Elfenbein sind. Die Forscher fordern die Regierungen dieser Länder auf, aktiv zu werden.

Protestvideo zur Aktion - 96 Elephants: How Long Can You Listen?

Mehr Infos zur Aktion, die auf Twitter unter #ivorycrush zu finden ist: