Tote Tiere auf der Autobahn sieht niemand gerne. Wir können mithelfen, die Anzahl an Roadkills zu reduzieren. Ein Projekt sammelt Daten von toten Tieren und arbeitet an einem möglichen Warnsystem für Navigationsgeräte.

Das Projekt Roadkill will von uns allen wissen, wann wir wo welches tote Tier auf der Straße gesehen haben. Das klingt vielleicht erst einmal makaber. Soll aber helfen, die Zahl der getöteten Tiere zu reduzieren.

"Wir möchten herausfinden, wo es Hotspots gibt, also Stellen auf Straßen, wo es gehäuft zu überfahrenen Tieren kommt."
Florian Heigl, Wissenschaftler aus Österreich über sein Projekt Roadkill

Helfen können wir mit unseren Smartphones. Über die App Roadkill können wir alle überfahrenen Tiere melden. Darin sind alle Wirbeltiere vorgegeben, die dann nur noch angeklickt werden müssen. Insekten sind in diesem Projekt ausgeklammert.

Die Wissenschaftler interessiert, welche Tiere auf Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte. Mit den Daten, die wir liefern, werden Hotspots identifiziert und es wird versucht, Brennpunkte zu entschärfen.

"Wir müssen herausfinden, wo die Hotspots der toten Tiere sind, um die Straßen für Mensch und Tier sicherer zu machen."
Florian Heigl, Wissenschaftler aus Österreich über sein Projekt Roadkill

Der Standort wird automatisch vom GPS des Smartphones mitgeliefert. Idealerweise schickt der User ein Foto mit. Den Machern ist aber klar, dass man nicht überall anhalten kann. Das ist also kein Muss. Und es ist auch völlig o.k., wenn man das tote Tier nicht von unterwegs, sondern in Ruhe von zu Hause aus angibt.

Anvisiert ist eine Warnfunktion über das Navi

Angemeldet sind bisher etwa 300 Nutzer. Es können aber gerne mehr werden, denn je mehr Daten die Forscher bekommen, desto flächendeckender können sie diese auswerten. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, wo es Hotspots gibt und welche Tiere betroffen sind. Denn bisher gibt es darüber noch keine genaue Statistik. Erfasst wurden bislang nur Tiere, die auch gejagt werden können, also Rehe, Hirsche und Wildschweine. In einem weiteren Schritt können sich die Macher von Roadkill vorstellen, die Daten in Navigationsgeräte zu übertragen, um vor neuralgischen Straßenabschnitten warnen zu können.