Tim Wiese war ein guter Torwart, sogar Nationalspieler. Seine Karriere endete weniger rühmlich. Jetzt ist er zurück: Als Wrestler. Und 40 Kilogramm schwerer.

Der ehemalige Bundesliga- und sogar Nationaltorwart Tim Wiese ist jetzt Wrestler. Heute Abend (03.11.) startet sein erster Kampf in München. Wiese hat auch schon ein Motto: "Zerstörung meiner Gegner."

"Ich glaube, dass Wrestling gut zu Tim Wiese passt. Er muss sich relativ wenig bewegen und fliegt durch die Luft."
Werder Bremens Manager Frank Baumann über seinen früheren Clubkollegen und Torwart Tim Wiese

Setzt manch andere Fußballer-Karrieren als Maßstab, die vom Nationalspieler zum Trainer, Manager, Sportchef oder Spieler-Scout wurden, ist die von Tim Wiese schon irgendwie merkwürdig. Zum einen natürlich, weil Wiese jetzt Wrestler ist. Zum anderen aber auch, weil er bei seinem letzten Bundesliga-Verein Hoffenheim am Ende nicht mehr zum Einsatz, dafür aber noch eine ganz Menge Geld bekam.

Ein guter Torwart war Wiese unbestritten einmal. Und seine größte Stärke - spektakuläre Paraden in der Nähe der Torlinie so wie Flüge durch die Luft - kann er beim Wrestling bestimmt gut gebrauchen.

Um im Wrestling-Ring mitzuhalten, musste Wiese Gewicht zulegen. Deshalb hat eine Zeit lang jeden Tag einen Kilogramm Bisonfleisch gegessen, sagt er.

Wiese kämpft für das Unternehmen WWE, das steht für World Wrestling Entertainment. Dessen Umsatz bewegt sich im hohen dreistelligen Millionenbereich, vor allem in den USA ist das Unternehmen mit Wrestling erfolgreich. WWE will die Geschäfte auch auf Europa ausweiten, dafür sei Tim Wiese mit seinem Kampfnamen "The Machine", auch wegen seiner Bekanntheit, gut geeignet.