Marihuana wurde im US-Bundesstaat Colorado legalisiert. Seitdem boomen dort die Wirtschaft und der Tourismus. Aus den umliegenden Staaten kommen Touristen, um spezielle Kiffer-Bustouren durch die Stadt zu machen.

Seit im US-Bundesstaat Colorado Marihuana legalisiert wurde, geht es mit der Wirtschaft aufwärts. Viele Touristen kommen, um sich in den Dispensaries - Spezialgeschäfte für Marihuana - mit legalem Gras einzudecken. Oder sie machen eine Stadttour mit einem Partybus, in dem selbstverständlich gekifft werden darf.

"Seit der Legalisierung ist Colorado ist auf Platz 1 der Wirtschaftsstandorte in den USA. Der Immobilienmarkt entwickelt sich prächtig, 100 000 Menschen ziehen pro Jahr nach Denver."
Bill Campbell, Gründer von Euflora, einem der größten Anbieter von Cannabis in Denver

Auch Kimberly und Frank - beide 20 - aus Tennessee haben Spaß daran, in einem dieser Party-Busse durch die Stadt zu fahren. Die beiden haben gerade erst geheiratet, und Kimberly hat ihren Mann mit diesem ganz besonderen Hochzeitsgeschenk überrascht.

Dadurch, dass Marihuana jetzt legal verkäuflich ist, konnten sich viele Start-ups gründen. Die Tourismusbranche hat profitiert, Gewächshäuser wurden gebaut, Einzelhändler eröffnen Shops. Allein 2015 hat der Bundesstaat Colorado etwa 135 Millionen Dollar mit dem Marihuana-Geschäft eingenommen. Heruntergekommene Gegenden wurden saniert und leerstehende Häuser wieder genutzt.

"Viele Gegenden rund um die leeren Fabriken waren heruntergekommen - jetzt werden sie wieder genutzt. Als Gewächshäuser oder Start Ups. Dadurch hat die Stadt die Infrastruktur verbessert und die Wohngegenden drumherum wiederbelebt."
Danny Schäfer, Gründer des Tourismusunternehmens M420Tours

Colorado galt früher als eher konservativ und wurde mit Cowboys und Denver-Clan assoziiert. Vor allem für die Unter-30-Jährigen galt es als uncool und zählte nicht zu den beliebten Reisezielen innerhalb der USA. Durch den legalen Handel mit Marihuana hat sich das Image des Bundesstaates deutlich verbessert.

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