Mescha ist in einem Waisenhaus in Syrien groß geworden - als Junge. Sie schlägt sich durchs Leben - mal obdachlos, mal prostituiert sie sich. 2011, kurz bevor Beginn des Bürgerkriegs in Syrien, haut sie ab. Über Umwege landet sie in Istanbul. Hier lebt sie als Transfrau. Geld verdient sie, indem sie reichen Saudis perverse Wünsche erfüllt. Dabei möchte Mescha nur eins: ein normales Leben.

"Ich habe immer gehofft, eine bekannte Make-up Artist zu werden und ich dachte, das könnte ich in der Türkei endlich umsetzen."
In Meschas Leben sind Wunsch und Wirklichkeit weit voneinander entfernt

DRadio-Wissen-Autorin Stephanie Rohde hat Mescha in Istanbul getroffen. Was sie an Meschas Geschichte besonders fasziniert: In ihr kommt der ganze Nahe Osten zusammen, Syrien und der Bürgerkrieg, Saudi-Arabien, die Türkei. Mit Mescha will Stephanie Rohde weiterhin in Kontakt bleiben, "für mich ist das eine Geschichte, die mich sechs Monate beschäftigt hat. Für Mescha ist das ihr Leben."