Wer Transsilvanien sagt, denkt sofort an Graf Dracula. Doch die Menschen die dort leben, sind alles andere als Vampire. Sie haben im Gegenteil die Schnauze voll von Gruselgeschichten voller Vorurteile.

Werden die Siebenbürgen auf Graf Dracula angesprochen, reagieren sie empfindlich. Unser Korrespondent Till Rüger hat Transsilvanien zum ersten Mal bereist: "Natürlich geht man mit Vorstellungen und Ideen dorthin. Und da haben Werwölfe und Vampire dazu gehört." Akute Fettnäpfchengefahr für den Reporter.

Reportage ohne Blutsauger

In seiner Reportage erzählt Till Rüger Geschichten, die alles andere als mit Dracula zu tun haben. Auch wenn auf dem Pflichtprogramm der Besuch von Schloss Bran gestanden hat, in dem düstere Graf gewohnt haben soll. Till Rüger hat mit seinem Fernsehteam die mittelalterlichen Kirchenburgen besichtigt, die von den Siebenbürger Sachsen erbaut wurden und ihn fasziniert haben.

Außer über die mittelalterlichen Bauten berichtet er auch über die Menschen, die in Transsilvanien leben. Mit ihnen hat er bei einem Hundeschlittenrennen gesprochen und dabei die 10-Jährige Rebecca kennengelernt. Und Till Rüger hat einen echten transsilvanischen Grafen besucht, der Landhotels betreibt. Am meisten hat er aber den Ausritt mit dessen Frau, Gräfin Kálnoky, genossen. Mit ihr ist Till Rüger durch die wunderschöne Landschaft der südlichen Karpaten geritten.

Zu dieser ländlichen Gegend mit ihren mittelalterlichen Bauten bietet Brasov, auf Deutsch Kronstadt, einen modernen urbanen Kontrast mit Kunst und Kultur.

"Wir haben uns jeden Tag auf das Frühstück gefreut, weil man dort noch die selbst produzierten Lebensmittel von vor Ort bekommt."
Till Rüger, ARD-Korrespondent in Wien

Neben dem Frühstück hat Till Rüger am liebsten eine dicke Suppe mit großen Fleischklößen gegessen, auf der eine ordentliche Schicht Fett schwamm. Das Essen, sagt er, ist traditionell sehr deftig, herzhaft und fettreich. Am meisten habe er aber genossen, abends am Kachelofen zu sitzen, sich von der transsilvanischen Kälte aufzuwärmen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und dabei Pálinka zu trinken - einen selbstgebrannten Schnaps.

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