Schon nach seinem ersten Besuch war Felix von Äthiopien begeistert. Zurück in Deutschland nahm er sich vor, den Menschen dort zu helfen. Er wollte etwas studieren, das ihm bei seinem Vorhaben helfen könnte - und entschied sich, Ingenieur zu werden. Heute baut er als "Engineer without borders" Brunnen in dem von Trockenheit gezeichneten Land.

Das Land im Osten Afrikas lernte Felix Dörr schon früh kennen. Direkt nach dem Abi im Jahr 2010 entschied er sich, mit der Organisation WELTWÄRTS für ein Jahr nach Äthiopien zu gehen. Damals arbeitet er dort als Sportlehrer in Kitas und Grundschulen. Das Land und die Menschen faszinierten ihn. Seit seinem ersten Jahr in Äthiopien ist er jedes Jahr in den Semesterferien in das Land zurückgekehrt.

Medizin oder was anderes?

Zurück in Deutschland, wollte Felix etwas studieren, mit dem er den Menschen in Äthiopien helfen konnte. Als erstes kam ihm ein Medizinstudium in den Sinn. Doch aus eigener Erfahrung wusste er, dass viele Probleme des Landes auf die schlechte Wasserversorgung zurückzuführen sind. Er entschied sich, Ingenieur zu werden und studierte Bauingenieurwesen im Bachelor und anschließend Water Science im Master.

Die Studentengruppe und ihre Helfer.
© Felix Dörr
Die Studentengruppe "Engineers without borders" und ihre Helfer

Während seines Studiums initiierte er dann mit der Hochschulgruppe "Engineers without borders" das erste Projekt in Äthiopien: 2016 bauten zehn Studenten den ersten Brunnen. 

Die Menschen vor Ort packen mit an

Drei Monate arbeiteten sie an dem Projekt - die Bevölkerung vor Ort packte mit an. Heute versorgt der solarbetriebene Brunnen mehr als 4.500 Menschen mit sauberem Wasser. Das nächste Projekt ist schon in Planung.