Nicht überall in Europa ist die Qualität des Trinkwassers so hoch wie in Deutschland. Das soll sich nach dem Willen des EU-Parlaments ändern. Dafür sollen schärfere Schadstoffgrenzwerte und der Verzicht auf Plastikflaschen sorgen. Damit aber mehr Menschen wirklich zu Trinkwasser greifen, soll auch der Zugang zu Trinkwasserquellen verbessert werden.

Für viele Menschen ist es eine echte Glaubensfrage, ob sie Trinkwasser aus dem Hahn oder aus der Flasche trinken sollen. Immer noch befürchten viele Bürger, dass die Qualität von Leitungswasser nicht gut genug sei, um es dem Wasser aus der Flasche vorzuziehen.

Trinkwasser in der EU mit sehr guter Qualität

Nach Angaben der EU-Kommission ist diese Sorge aber vollkommen unbegründet. In der gesamten EU gibt es nach ihren Angaben Leitungswasser von sehr guter Qualität. Damit das auch so bleibt, hat sich das EU-Parlament heute sogar für einen noch strengeren Grenzwert für den Schadstoff Blei ausgesprochen.

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Nach Schätzungen der europäischen Bürgerinitiative Right2Water haben eine Million Menschen in der EU keinen regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser, zum Beispiel Obdachlose oder Geflüchtete in Lagern. Um das zu ändern und auch den übrigen EU-Bürgern Leitungswasser noch schmackhafter zu machen, soll es mehr öffentlich zugängliche Trinkwasserquellen oder kostenloses Leitungswasser in Restaurants und Kantinen geben.

Mehr Leitungswasser bedeutet weniger Plastikmüll

Bisher sind die vorgesehenen Maßnahmen nicht verpflichtend für die EU-Mitgliedsstaaten. Ein positiver Nebeneffekt wäre aber weniger Plastikmüll in der Umwelt, denn nach Angaben der EU-Kommission machen Plastikflaschen an europäischen Stränden den größten Teil an Einweg-Plastikmüll aus.

Um noch mehr Menschen in Zukunft an den Wasserhahn zu locken, sollen alle Infos zur Trinkwasserqualität im eigenen Wohngebiet auch online abrufbar sein. Und wer in Zukunft am Wasserhahn sein Trinkwasser zapft, der schont neben der Umwelt auch noch seinen Geldbeutel. Im Schnitt bekommt man in Deutschland für einen Euro rund 500 Liter Trinkwasser. Billiger geht es wirklich nicht.