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Erst traf es Richter, Militärs oder Wissenschaftler: Jetzt geht Erdoğan verstärkt gegen kritische Medien vor. Unser Türkei-Korrespondent Reinhard Baumgarten gibt einen Einblick, wie der Putschversuch auch die Medien verändert.

89 Haftbefehle gegen Journalisten, das Aus für drei Nachrichtenagenturen, 45 Zeitungen, 16 Fernsehsendern, 23 Radiosender und 29 Verlagshäusern. In dieser Woche sind die türkischen Medien hart von den Säuberungsaktionen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan getroffen worden. Nach dem Putschversuch in der vorletzten Woche herrscht in der Türkei ein Klima der Angst - vor allem Nicht-Anhänger von Erdoğan machen sich Sorgen.

Hartes Vorgehen gegen Medien

"Es ist eine Ironie, dass Erdoğan durch den Einsatz von Internet-Technologie und sozialer Netzwerke in der Putschnacht seine Macht sicherte. Das sind ausgerechnet die Systeme, gegen die er immer wieder vorgeht und zeitweise auch verbietet", erklärt Reinhard Baumgarten. Er berichtet seit 30 Jahren aus der Türkei und dem Nahen Osten. Seit dem Putschversuch muss er unter erschwerten Bedingungen arbeiten.

"Es ist erstaunlich, dass sich die türkischen Bürger nicht mehr trauen, offen über ihre Meinung oder Gefühle mit uns zu sprechen."
Reinhard Baumgarten, Türkei-Korrespondent

Weitere Themen im Gespräch mit Reinhard Baumgarten:

  • Wie kam es zu den Haftbefehlen gegen die Journalisten?
  • Wie steht es um die journalistische Freiheit in der Türkei?
  • Wie werden deutsche Medien in der Türkei wahrgenommen?

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