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Besonders gut waren die Spiele der A-Nationalmannschaft zuletzt selten. Ganz anders sieht es dagegen bei der U21 aus. Mit attraktivem Offensiv-Fußball holte sie die Europameisterschaft. Wir klären, was sich Jogi Löws Team von den Junioren abgucken könnte.

Die deutsche U21-Auswahl ist Fußball-Europameister. Im Finale setzte sich das Team von Stefan Kuntz gegen Portugal 1:0 durch. Von der Spielweise der Junioren kann sich A-Nationalmannschaft etwas abschauen, sagt Deutschlandfunk-Nova-Sportreporter Philipp Hofmeister.

Es läuft die 49. Spielminute, als Lukas Nmecha nach Vorarbeit von Ridle Baku das Tor des Tages schießt, mit dem die DFB-Junioren den dritten EM-Titel holen. Bereits 2017 und 2009 gelang der gleiche Triumph.

Einige Junioren-Spieler werden 2014 Weltmeister in Brasilien

Einige Spieler des 2009er-Teams – darunter Manuel Neuer und Mesut Özil – rückten anschließend in die A-Nationalmannschaft auf und krönten ihre Leistung mit dem WM-Titel in Brasilien.

Und wie sieht es mit der aktuellen A-Nationalauswahl aus? Die trifft am Montag (07.06.2021) in einem letzten Testspiel auf Lettland, bevor am Freitag die Europameisterschaft beginnt. Am 15. Juni müssen Jogis Jungs dann im ersten Gruppenspiel gegen Weltmeister Frankreich ran. Nach dem Vorrunden-Aus bei der letzten WM und zuletzt wenig überzeugenden Auftritten ist klar: Die DFB-Elf gilt nicht als Favorit in dieser Hammer-Gruppe.

Dass der Bundestrainer einige Spieler aus dem U21-Europameisterschaft-Team nicht in den A-Nationalmannschaftkader berufen hat, ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker Löws. Beispielsweise hätte Ridle Baku die rechte Abwehrseite der Nationalmannschaft verstärken können.

Deutschlandfunk-Nova-Sportreporter Philipp Hofmeister sieht das ähnlich. Er hätte Florian Wirtz gern bei der A-Nationalmannschaft gesehen. Klar sei aber, dass viele Junior-Europameister über kurz oder lang ohnehin bei der A-Nationalmannschaft mitspielen dürften.

Wer an die U21-Siegertruppe von 2009 zurückdenkt, erinnert sich vielleicht an Spieler wie Benedikt Höwedes, Mesut Özil oder Sami Kheidira. Und die wurden fünf Jahre später Weltmeister in Brasilien.

"Diese Jungs haben ihr Herz wirklich auf dem Platz gelassen. Teamgeist stand ganz großgeschrieben über dieser U21-Europameisterschaft."
Philipp Hofmeister, Deutschlandfunk-Nova-Sportreporter

Deutschlandfunk-Nova-Sportreporter Philipp Hofmeister glaubt, dass sich die Senioren einiges von der U21 abschauen könnten: etwa Leidenschaft und Teamgeist. Wichtig sei der unerschütterliche Glaube daran, dass, wenn man sich als Mannschaft begreift und funktioniert, fast alles gewinnen kann, meint Philipp Hofmeister. Sicher sei, dass die Großen das Spiel angeschaut haben. Anschauungsunterricht gab es also.

"Wenn sich die Großen das ein ganz klein wenig von den Kleinen abschauen, dann freue ich mich durchaus auf das Turnier."
Deutschlandfunk-Nova-Sportreporter, Philipp Hofmeister

Feinschliff vor dem Turnier

Im Spiel gegen Lettland geht es dem Bundestrainer der A-Nationalmannschaft darum, dem Team einen letzten Feinschliff vor dem Turnier zu geben. Die Spieltaktik seiner Mannschaft soll einstudiert und das Angriffspressing verfeinert werden.

Wichtig sei aber auch, das Abwehrverhalten kompakter zu gestalten und die Torchancen besser zu verwerten. Das Ziel: Viele Tore erzielen und Selbstvertrauen für das Turnier tanken.