Eine Vorlesung nach der anderen, dazu Klausuren, Hausarbeiten, Referate und jede Note zählt. Reporter Johannes Döbbelt hat sich an der Uni Düsseldorf umgeschaut, ob Studenten überhaupt noch Pausen machen.

Das Hirn braucht Pausen, um anschließend wieder erholt volle Leistung zu bringen. Das ist belegt. Aber die Studenten, die Johannes an der Uni Düsseldorf trifft, scheinen wenig Zeit für Auszeiten zu haben. Aber vielleicht ist das auch einfach abhängig vom Fach, das man sich ausgesucht hat. Max und Rick studieren Geschichte und Linguistik und können sich über zu wenige Pausen nicht beklagen: „Man muss auch sagen, kommt auch immer drauf an, also ich hab vorher schon Bachelor gemacht in E-Technik und da hab ich jetzt nicht so viel freigehabt, also das ist bei den Geisteswissenschaften lockerer, muss ich schon sagen.“

Weniger Freistunden, stattdessen lieber geballte Freizeit

Viele Studenten sind davon genervt, wenn sie Zeit durch unnötige Freistunden verlieren. Vor allem für Pendler, die nicht mal schnell nach Hause fahren können, ist so ein Stundenplan lästig, denn den meisten reicht die standardmäßige halbe Stunde Pause zwischen zwei Vorlesungen völlig aus. Dafür sind sie dann lieber früher zu Hause. Das gilt für gechillte Geisteswissenschaftler, die ihr Studium selbst als entspannt bezeichnen genau wie für Ingenieure, die sich mit sechs Klausuren am Semesterende ziemlich gestresst fühlen.