Börsenhandel und Aktien - mit diesen Themen sollte sich jeder befassen, findet die Unternehmerin Aya Jaff. Mit ihrem Buch "Moneymakers" versucht sie anderen den Zugang dazu zu erleichtern.

Zwei Dinge haben etwas in Aya Jaff bewegt, das Thema Geld zu hinterfragen - und Unternehmertum neu zu denken. Heute ist die 25-Jährige Gründerin eines Start-ups und wird auf der deutschen Forbes-Liste "30 unter 30" in der Kategorie "Leadership" geführt. "Zeit Online" nennt sie die bekannteste Programmiererin Deutschland.

Kickstart mit 15, danach Silicon Valley

Den ersten Anstoß gab ihr das Buch des Autors Robert T. Kiyosaki "Rich Dad, Poor Dad". Sie sagt, sie hat sie viel darüber gelernt, was es heißt Unternehmerin zu sein. Und vor allem Lust bekommen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Und das tut sie bereits mit 15. Gemeinsam mit Freunden entwickelt sie das Börsenplanspiel "Tradity", das zu einem der größten sozialen Börsenplanspiele wird.

Sie beginnt Wirtschaftsinformatik zu studieren und mit 19 bekommt sie schließlich ein Stipendium fürs Silicon Valley. Und sie merkt, dass sie ihre Interessen Programmieren und Aktien richtig nutzen will. Das einschneidende Erlebnis hier: Der Film "Wolf of Wallstreet" über die wahre Geschichte skrupelloser New Yorker Aktienhändler.

"Als ich den Film "Wolf of Wallstreet" gesehen habe, bin ich wutentbrannt aus dem Film raus, weil ich dachte, was für Leute da an der Wallstreet traden, das geht doch gar nicht."
Aya Jaff, Programmiererin und Unternehmerin

Ein Story über Geldgier und unmoralische Geschäfte, die Aya Jaff unglaublich wütend macht. Sie möchte beweisen, dass es auch anders geht.

"Ich möchte zeigen: Geld allein ist nicht böse. Und nur weil du Geld machen möchtest, heißt das nicht, dass du ein böser Mensch bist. Aber du kannst es eben auch auf moralische Art und Weise tun."
Aya Jaff, Programmiererin und Unternehmerin

Darum geht es auch in ihrem Buch "Moneymakers: Wie du die Börse für dich entdecken kannst". Was an der Börse passiert, soll auch für normale Leute nichts abstraktes bleiben - so ihr Ziel. Sie will zeigen: Aktienhändel lässt sich auch mit dem eigenen Anspruch verknüpfen - etwa wenn es um grüne Investitionen geht. Aya Jaff legt Wert darauf, lieber in die Filmbranche zu investieren, als in Kohle oder Öl. Sie legt nur Geld an, wenn sie das Konzept des Unternehmens versteht, weiß, dass eine Firma nachhaltig arbeitet und beispielsweise keine Kinderarbeit unterstützt. Denn Aya Jaff findet, dass es kein Gegensatz sein muss, Geld zu verdienen und gleichzeitig Gutes zu tun.

Ihr Studienfach hat sie mittlerweile gewechselt und studiert heute Sinologie und Ökonomie. Ihr nächster Plan: Nach China zu gehen.