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Vor 250 Jahren sagten sich 13 Kolonien von England los: Die Unabhängigkeitserklärung von 1776 war der Beginn eines langen Weges zur Gründung der Vereinigten Staaten. Bis heute ist die Urkunde relevant – auch für Präsident Donald Trump.

Die europäischen Kolonialmächte England und Frankreich waren nicht nur auf dem Kontinent Konkurrenten um neue Kolonien, sondern auch in der übrigen Welt. 1756 begann der Siebenjährige Krieg, der mitunter als "Erster Weltkrieg" bezeichnet wird, weil er in Nordamerika, auf den Philippinen, in Schlesien, der Karibik und im Indischen Ozean geführt wurde.

Loslösung von England

Es ging um das Gleichgewicht der Großmächte und um Kolonien. Als 1763 die Waffen wieder schwiegen, war England der Gewinner: Florida, Kanada, Teile des Mississippi-Gebiets und die französischen Besitzungen in Indien gehörten nun zum Empire.

Aber der Sieg war teuer erkauft, denn die Staatskasse war leer. Sie sollte nun mit Steuern und Abgaben aus jenen Kolonien aufgefüllt werden, die von der Royal Navy in Übersee beschützt werden mussten.

Die Gründungsurkunde der USA

Die britischen Siedler an der nordamerikanischen Ostküste waren darüber derart entrüstet, dass sie sich – beginnend mit der Boston Tea Party am 16. Dezember 1773 – von der Krone in London lossagten und eineinhalb Jahre später den Unabhängigkeitskrieg begannen.

Im Verlauf dieses Krieges verfassten die 13 aufständischen ehemals britischen Kolonien eine Unabhängigkeitserklärung, die einerseits die Loslösung von England und zum anderen ihr Recht zur Gründung eines eigenen unabhängigen und souveränen Staatenbundes deklarierte.

Die Statue von Thomas Jefferson in der Jefferson-Memorial-Hall
© imago / Panthermedia
Thomas Jefferson war der Haupt-Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und später der dritte Präsident der USA – hier seine Statue in der Jefferson-Memorial-Hall in Washington, D.C.

Auf die von Thomas Jefferson und anderen verfasste Declaration of Independence folgte 1787 die amerikanische Verfassung, die – um einige Zusatzartikel erweitert – bis heute gültig ist.

Bedeutend nicht nur für die USA

Die Gründungsurkunde der USA und die Verfassung gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der modernen Geschichte des amerikanischen Kontinents und darüber hinaus.

Auf beide Dokumente wurde in Europa während des Nation Building im 19. Jahrhundert immer wieder Bezug genommen.

Ihr hört außerdem in Eine Stunde History:

  • Historiker Mischa Honeck beschreibt Inhalt und Ziele der Unabhängigkeitserklärung von 1776
  • Historiker und Amerikaspezialist Manfred Berg erläutert den Weg von der Unabhängigkeitserklärung zur amerikanischen Verfassung
  • Journalist und Buchautor Arthur Landwehr erläutert die Bedeutung der US-Verfassung unter der Administration von Donald Trump
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Dr. Matthias von Hellfeld beschreibt die politische Situation 1775, als sich die britischen Siedler gegen die englische Krone erhoben
  • Deutschlandfunk Nova-Reporterin Nadine Kreuzahler beschreibt, wie es zur Unabhängigkeitserklärung gekommen ist
Shownotes
US-amerikanische Geschichte
Die Unabhängigkeitserklärung von 1776
vom 26. Mai 2026
Moderation: 
Steffi Orbach
Gesprächspartner: 
Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte
Beitragsautorin: 
Nadine Kreuzahler
Gesprächspartner: 
Mischa Honeck, Professor für Geschichte Großbritanniens und Nordamerikas an der Universität Kassel
Gesprächspartner: 
Manfred Berg, Professor für Amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg
Gesprächspartner: 
Arthur Landwehr, Journalist und Buchautor
  • Nadine Kreuzahler beschreibt, wie es zur Unabhängigkeitserklärung gekommen ist
  • Historiker Mischa Honeck beschreibt Inhalt und Ziele der Unabhängigkeitserklärung von 1776
  • Historiker Manfred Berg erklärt den Weg von der Unabhängigkeitserklärung zur amerikanischen Verfassung
  • Journalist und Buchautor Arthur Landwehr erläutert die Bedeutung der US-Verfassung unter der Administration von Donald Trump