Vorwahlen in den USA. Und spätestens seit Barack Obama ist klar: Es ist wichtig, dass sich ein amerikanischer Präsident mit Musik auskennt.

Hillary Clinton hört privat, was wahrscheinlich viele ihrer Generation hören: die Rolling Stones, die Beatles oder auch mal The Who und the Doors. Das hat die Musikzeitschrift "Rolling Stone" herausgefunden. Die Kollegen haben dazu Interviews mit den Präsidentschaftskandidaten geführt.

Hillary Clinton hat sich da auch lobend zu Sängerinnen wie Lady Gaga, Lana del Rey oder Beyonce geäußert - die Clinton auch als Performerin bewundert. Bei ihren Auftritten klingt es bei Hillary dagegen eher nach Aerobic-Workout. Sie lässt immer die 13 gleichen Songs spielen: ein bisschen Jennifer Lopez, ein bisschen Marc Anthony - und dann Katy Perry mit "Roar".

Hillarys Rivale Bernie Sanders überrascht musikalisch erst mal wenig. Er hört, was ältere Herren eben hören: Beethoven, Abba und Celine Dion. Der Mann ist 74. Aber Bernie war offenbar auch mal großer Anhänger von Folk. Ende der 80er hat er sogar selbst ein Folkalbum aufgenommen. Heute nennt er das einen Fehler.

Viel spannender ist allerdings, welche Musiker Bernie Sanders unterstützen. Und da ist er ganz klar der Hipster-Kandidat. Von Foster the People bis Vampire Weekend - deren Frontmann Ezra Koenig offiziell erklärt hat, dass er Sanders unterstützt. Ezra und Bernie sind sogar zusammen auf die Bühne gestiegen und haben sich an "This Land Is Your Land" versucht.

Ein Schwenk zu den Republikanern: Marco Rubio, der gerne als gemäßigtere Alternative der Republikaner - aber trotzdem als sehr konservativ - präsentiert wird, kann hier am meisten überraschen. Seine Favoriten laut "Rolling Stone": HipHop von NWA oder Tupac und auch aktuelle Tracks von Drake nickt er ab.

Sein Rivale Ted Cruz ist da klassischer unterwegs. Wie sich für einen richtigen Republikaner gehört, steht er auf Country - auch weil ihn Rock nach dem 11. September so enttäuscht habe.

Und dann ist da natürlich Donald Trump, der auf auf Classic Rock steht: Von Twisted Sister oder Aerosmith. Trumps Problem: Vieler seiner musikalischen Helden sind gar nicht begeistert über die Kandidatenliebe. Und so haben sowohl Aerosmith als auch Adele verboten, dass Trump ihre Songs bei seinen Wahlkampfauftritten spielen darf.