Er macht es der Favoritin Hillary Clinton nicht leicht: Bernie Sanders holt im US-Vorwahlkampf wieder auf. Der Demokrat hat zuletzt in Alaska, Washington und Hawaii gewonnen. Und er will bis zum Schluss weiter kämpfen.

Eines war für Bernie Sanders von Anfang an klar: Wenn er in den Wahlkampf einsteigt, dann bleibt er bis zum Schluss dabei. Vorzeitig aussteigen und sich geschlagen geben, kommt für den Demokraten nicht in Frage. Das berichtet uns John Grosser. John ist 17 Jahre alt, Deutsch-Amerikaner und Wahlkampfhelfer in Bernies Team.

Am Telefon für Bernie

"Ich sitze zu Hause am Telefon und rufe eingetragene Wähler in den USA an", sagt John. So sammelt er Daten für die Wahlkämpfer vor Ort, damit die wissen, an wen sie sich wenden können und wo Stimmen zu holen sind.

Und die Sache läuft gut für Bernie Sanders. Er ist bislang im US-Vorwahlkampf so erfolgreich, weil er für eine neue Haltung steht, meint John: "Im amerikanischen politischen System geht es viel um Geld: Wer kriegt das große Geld von den großen Firmen und kann damit im Wahlkampf Millionen ausgeben, um dann gewählt zu werden." Bernie Sanders lehnt das ab. Das kommt gut an, sagt John.

"Ich glaube, es geht um Ehrlichkeit. Bernie Sanders sagt seit 30 Jahren seine Meinung. So was wollen die Amerikaner sehen."
John Grosser, Wahlkampfhelfer für Bernie Sanders

Wahlkampf in den USA ist ein Marathon. Schon ein Jahr vor dem Vorwahlkampf geht es los, und man munkelt über mögliche Kandidaten. Die ersten Wahlkampfspots laufen. Wahlkampf ist für die Amerikaner eine Art Sport, glaubt John. Es mache ihnen einfach Spaß, um das Amt zu zoffen. Eben weil das Amt des Präsidenten so wichtig ist.

Noch stehen im US-Vorwahlkampf einige wichtige Bundesstaaten aus: New York und Pennsylvania sind besonders wichtig.

"Der allerwichtigste Bundesstaat ist ohne Zweifel Kalifornien: Kalifornien wählt fast zuletzt, hat aber mit Abstand am meisten Delegierten, nämlich fast 500."
John Grosser, Wahlkampfhelfer für Bernie Sanders

Auf Kalifornien konzentriert das Wahlkampfteam von Bernie Sanders jetzt seine Kräfte. Es ist genau der Ort, an dem das Bernie-Team angreifen will: ein fortschrittlicher Bundesstaat, politisch ziemlich links. Dort will der Demokrat noch einmal punkten. Und John unterstützt ihn dabei.

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