Der 17-jährige John Grosser engagiert sich enthusiastisch für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Natürlich sei er enttäuscht, dass Bernie Sanders, für den er zuvor Wahlkampf gemacht hatte, nicht das Rennen um die Kandidatur gewann, sagt John Grosser. Der Wahlkampfhelfer ist aber ganz zuversichtlich im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl. Die Demokratische Partei hätte auf dem Parteitag auf Einheit, Sachlichkeit und Hoffnung gesetzt: Die Partei stehe geschlossen hinter Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin, sie arbeite nicht mit der Wut der Wähler, sondern setze auf Themen, und zeichne ein positives Bild der USA im Gegensatz zur Republikanischen Partei.

"Hillary Clinton ist nicht eine Kandidatin, die wir jetzt unterstützen, weil sie nicht Donald Trump ist, sondern weil sie auch in ihrem eigenen Bereich fantastische Sachen geleistet hat und die Werte, wegen der wir Bernie unterstützt haben, weiterführt."
John Grosser, Wahlkampfhelfer der Demokraten

Die Themen, die Bernie Sanders diskutiert habe, seien jetzt in der Parteiplattform der Demokratischen Partei angekommen. Die Präsidentschaftskandidatin habe diese Themen, auch wenn sie ursprünglich nicht ihre eigenen waren, aufgenommen und zu ihrem eigenen Programm gemacht, erklärt John. Bernie habe als Kandidat sehr viele Menschen erreicht. Durch seine Popularität sei es ihm gelungen, diese Werte, für die er steht, ins Zentrum der Partei zu rücken. Insofern gehe es John weniger um die Wahl einer Person, sondern viel mehr um die Entscheidung für bestimmte Werte und Themen.

"Die Bewegung, die Bernie ins Leben gerufen hat, hat jetzt schon reale Auswirkungen auf die Politik."
John Grosser, Wahlkampfhelfer der Demokraten

Ob Hillary Clinton oder Donald Trump mehr Wähler mobilisieren könne, sei so gut wie gar nicht einzuschätzen. Umfrageergebnisse rund um die Parteitage seien "historisch ungenau". Nach Johns Einschätzung würden sich die Republikaner aber immer mehr von den Wählern distanzieren, um sich vor allem auf religiöse, weiße und alte Wähler zu konzentrieren.

John Grosser ist gerade in Ohio, einem sogenannten Swing-State. Dort seien die Wähler noch relativ unentschlossen oder noch gar nicht für die Wahl registriert. Das schaffe die Möglichkeit, noch Wähler für die Präsidentschaftskandidatin zu mobilisieren. John will das dadurch erreichen, dass er mit den Wählern spricht, ihnen zuhört und das Image von Donald Trump kritisch auseinander nimmt. Weil er eigentlich in Meschede lebt, wird er die Unentschlossen am Telefon überzeugen.

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